Markt am Mittag

Korrektur: Märkte etwas schwächer


Am heutigen Donnerstag notiert die Matif für den Mai-Termin mit 188,00 €/t Weizen um 1,00 €/t vor dem Nachmittagshandel schwächer. Zunächst war in diesem Mittagsmarkt versehentlich von einer festeren Notierung die Rede gewesen. Das bitten wir zu entschuldigen.



In den Exporthäfen sind für den B-Weizen mit 12,5 Prozent Protein 196,00 €/t für die Lieferung Basis April 2019 im Gespräch. In Paris ist die Stimmung wieder etwas nachgebend. Die allgemein schwächelnde Weltwirtschaftt erfasst auch die Warenterminbörsen. Die Börse in Chicago startet vorbörslich am Donnerstag ebenfalls im Minus. Der Mai-Kontrakt für Weizen an der CBoT gibt um 3,30 auf 4,60 US-$/bushel nach. 

In den USA wird die Aussaat der Sommerungen durch Schneefälle und zu feuchte Bedingungen beeinträchtigt. Hierzulande entwickeln sich die Bestände positiv. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) geht von einer deutlich höheren Getreideernte in 2019 aus. Die gesamte Getreideerzeugung sieht der DRV bei 47 Mio. t. Das entspräche einer Erhöhung der Ernte in Deutschland um 24 Prozent. Der Kassamarkt nimmt die Kursbewegungen an der Matif nur verhalten mit. Käufer und Verkäufer bleiben zurückhaltend. Saudi-Arabien will 720.000 t Gerste für die Lieferung im Mai/Juni 2019 kaufen. Damit wird die Restmenge an Gerste der Ernte 2018 hierzulande verschifft werden. Die Kaufideen liegen um 178 €/t franko für die April Lieferung. Tendenz: Derzeit deckeln die guten Aussichten auf die kommende EU-Ernte 2019 einen weiteren Preisanstieg der Kurse der neuen Ernte 2018.

Bei der Rapssaat notiert der Mai-Termin heute Mittag um 1,25 €/t fester mit 359,75 €/t. Die Kaufideen für die Rapssaat bewegen sich um 363 €/t franko Ölmühle für die Lieferung im Mai 2019. An den internationalen Warenterminbörsen ziehen die Kurse für die wichtigsten Ölsaaten nach. Die Rapssaat in Paris zieht leicht an. Auch Soja notiert etwas fester. Dabei war die Sojaverarbeitung in den USA im Februar auf Rekordniveau. Ferner beeinträchtigen teilweise massive Überschwemmungen in den USA die Aussaat. Die Schätzungen des Deutschen Raiffeisenverbandes sprechen von einer Rapsernte, die Aufgrund von Kürzungen der Aussaatfläche von 25 Prozent, um ca. 13 Prozent geringer als im Vorjahr ausfallen könnte. So wird lediglich eine Ernte von 3,2 Mio. t (Vorjahr 3,7 Mio.t) erwartet. Derweil bleibt der Importdruck in der EU von Ware aus Kanada und der Ukraine hoch.

Tendenz:
Die wichtigen Marktfaktoren am Rapsmarkt weisen auf ein fortgesetzt etwas freundlicheres Umfeld hin.

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