Markt am Mittag

Mehr deutscher Weizen wird exportiert


Der Exportmotor kommt bei vermehrter Nachfrage so langsam in Schwung. Trumps Gespräche mit China bringen Bewegung in den Markt, doch nicht viel.



Am heutigen Freitag notiert die Matif für den März-Termin mit 207 €/t Weizen um 0,5 €/t schwächer. In den Exporthäfen sind für den B-Weizen mit 12,5 Prozent Protein 208,00 €/t für die Lieferung Basis Dezember 2018 im Gespräch. Bei der Rapssaat notiert der Februar-Termin heute Mittag um 0,25 €/t schwächer mit 369,25 €/t. Die Kaufideen für die Rapssaat bewegen sich um 371 €/t franko Ölmühle für die Lieferung im Dezember 2018.

Der Weizenpreis konnte in dieser Woche in Paris Gewinne verbuchen. Die Marke von 205 Euro/t im März ist überwunden. Auch franko Rostock werden Preise von 208 Euro/t Basis Januar genannt. 200.000 t Weizen mit 12,5 Prozent Protein werden für den Export nach Nordafrika gekauft. Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) hat in seiner jüngsten Schätzung in dieser Woche die globalen Bestände in der Welt und den USA höher als vor einem Monat gesehen. Kleinere Exporte aus den USA sind eine Ursache. Die Weizenexporte aus Russland werden von den Experten mit 36,5 Mio. t noch einmal 1,5 Mio. t höher eingestuft. Im neuen Jahr könnten die Ausfuhren aber kleiner ausfallen. Die Preise in Russland ziehen an. Das gibt den Kursen in Europa Auftrieb. Aus der EU wurden in diesem Wirtschaftsjahr bisher 7,3 Mio. t Weizen exportiert. Ägypten hat Weizen noch aus der Schwarzmeerregion gekauft.

Tendenz:  Der Exportmotor läuft an. Die Nachfrage für Verkäufe nutzen.


Die Rapskurse schwanken weiter. Zwischenzeitlich kann der Raps gemeinsam mit der Sojabohne von den Ankündigungen US-Präsident Trumps über Exporte an Sojabohnen nach China profitieren. China importiert tatsächlich wieder US-Bohnen. Allerdings erfolgen die Einfuhren von 1,5 Mio. t lediglich seitens des Staates. Dieselbe Menge könnte noch einmal nachgefragt werden. Private Abnehmer zögern noch. Die Strafzölle auf US-Bohnen bleiben bestehen. Einfuhren aus den USA sind für sie deshalb uninteressant. Die Bohne in Chicago und Raps in Paris geben wieder nach. Grundsätzlich haben die neuesten Zahlen aus den USDA eher eine schwächende Wirkung auf die Kurse. Die Bestände an Sojabohnen weltweit liegen bei 115 Mio. t. Die Bohnenerzeugung aktuell für 2018/19 liegt mit 369 Mio. t 28 Mio. t über dem Ergebnis des Vorjahres.

Tendenz:  Am Kassamarkt kann Raps zu einem Kurs von 375 Euro/t bis 380 Euro/t ab Hof gehandelt werden. Darunter geben Landwirte die Ware nicht ab.

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