Markt am Mittag

Mischfutterindustrie bestimmt das Preisniveau


Am heutigen Freitag notiert die Matif für den Dezember-Termin um 1,50 Euro/t fester bei 203,25 Euro/t. In den Exporthäfen sind für den B-Weizen mit 12,5 Prozent Protein 208 Euro/t für die Lieferung Basis September 2018 im Gespräch.

Bei der Rapssaat notiert den November-Termin heute Mittag um 0,25 Euro/t fester mit 374,50 Euro/t. Die Kaufideen für die Rapssaat bewegen sich um 370 Euro/t franko Ölmühle für die Lieferung ex Ernte 2018. 
Die Schwankungen der Kurse für Weizen in Chicago halten an. In den vergangenen Wochen ging es teilweise steil bergauf; dann gaben die Weizennotierungen wieder nach. Auslöser waren Meldungen nach denen Russland seine Exporte auf 30 Mio. t begrenzen könnte (US-Prognose geht bisher von 35 Mio.t aus).

An der Warenbörse in Paris folgt man aktuell der Entwicklung in Übersee und startet den Handelstag leicht schwächer. Die Weizenernte in der Ukraine wird 10 Prozent unter Vorjahr liegen. Dort wird von Qualitätsproblemen mit geringen Proteingehalten und schwachen Fallzahlen bei den ersten Exportpartien berichtet. Vor und während der Ernte 2018 hatte es dort stark geregnet. Die Aktivitäten am Kassamarkt haben sich etwas belebt. Die Kurse zogen zuletzt leicht an. Die Anbieter sind aber überwiegend zurückhaltend.

Tendenz: Deutschland hat momentan die höchsten Getreidepreise in Europa, so dass sich Importe rechnen. Deshalb rechnen wir kurzfristig nicht mit weiteren deutlichen Preissprüngen nach oben.


Die Schwäche bei den Sojabohnenkursen zog auch die Rapsnotierungen an der Matif mit nach unten. Meldungen wonach die Gespräche zwischen den USA und China wieder aufgenommen werden sollen, geben den Kursen für das Sojaöl heute Morgen Auftrieb. Unterstützung kommt auch von den guten US-Exportzahlen, die über den Erwartungen liegen. An der Matif in Paris starten die Kurse freundlich in den Tag. Zurückgenommene Ernteschätzungen in Kanada und Australien senden Signale für ein festeres Preisniveau. Am physischen Markt kommt kaum frische Ware an. Die Geschäftstätigkeit bleibt übersichtlich. Niedrigwasser erschwert weiterhin die Logistik. Den Ölmühlen bereiten die Anlieferung aber auch die Abfuhr der Ware Schwierigkeiten.

Tendenz: Wenn es passt, dann die weitere Vermarktung abwarten.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats