Markt am Mittag

Nachfrage im Inland bestimmt den Markt

Mögliche Schäden wegen Spätfrost in den USA und ein verzögerter Vegetationsbeginn in Russland sorgen für Preisfantasien an den internationalen Börsen. Raps bleibt unter Druck.

Marttendenz
Die Schwarzmeerregion ist wieder auf dem Weg zu einer weiteren hohen Getreideernte. Den Markt für Gerste der neuen Ernte schätzen die Händler fest ein. Bei den nicht verkauften Rapssaaten der Ernte 2017 wird bei den Erzeugern eine Überlagerung angedacht werden. Die Auswirkungen der Biodieselimporte sind am Markt deutlich zu spüren.

Am heutigen Montag zeigen sich die Kurse für Weizen an den Terminmärkten von der schwächeren Seite. Der B-Weizen franko Hamburg, Basis Mai 2018 bewerten Marktteilnehmer heute mit 171 €/t. Basis September 2018 sind in den Exporthäfen 175 €/t franko im Gespräch. Die Matif notiert den Mai Termin heute Mittag um 1,25 €/t schwächer bei 168,25 €/t und für den Sep. Termin um 174,25 €/t, das sind 1,25 €/t weniger als am Vortag.

Eventuelle Schäden wegen Spätfrösten in den USA und ein verzögerter Vegetationsbeginn im kalten Russland sorgen für Preisfantasien an den internationalen Börsen. Für die alte Ernte werden in Hamburg Basis Mai weiter 171 €/t franko genannt. Südoldenburg liegt nach wie vor deutlich über diesem Niveau mit 178 €/t bis 181 €/t für Mai/Juni 2018. Für den Export werden Geschäfte abgewickelt. Neue Ernte ist mit 179,50 €/t franko Hamburg Basis September besprochen. Das bedeutet momentan Erzeugerpreise rund um die Seehäfen in Holstein und Mecklenburg von gut 155 €/t bis 160 €/t für B-Weizen ab Hof. Gefragt bleibt Gerste. Für prompte Partien werden franko Südoldenburg bis zu 184 €/t franko Werk im Mai angelegt. Für die neue Ernte gibt es zu 167,50 €/t franko Hamburg Basis September Kaufinteresse des Exporthandels. Es sollen bereits aus der neuen Ernte 2018 heraus große Mengen an Gerste in Drittländern verkauft worden sein.

Tendenz: Die Schwarzmeerregion ist wieder auf dem Weg zu einer weiteren hohen Getreideernte. Den Markt für Gerste der neuen Ernte schätzen die Händler fest ein.

Die Rapspreise bleiben unter Druck. Das schwache Palmöl drückt aktuell auf die Rapsölpreise. Die Aktivitäten am Kassamarkt bleiben überschaubar. Einige Mühlen mit Wasseranschluss haben aufgrund der schwachen Marge bei der Verarbeitung von Raps auf Sojabohnen umgestellt. Die Rapsnachfrage wird aktuell aus Australien bedient. Angebote aus dem Inland sind weiterhin sehr schleppend. Knapp wird das Angebot dadurch aber nicht und es werden immer noch unverkaufte Partien in der Landwirtschaft vermutet. Für die neue Ernte 2018 wird erneut mit einem großen Angebot an Raps aus der Schwarzmeerregion gerechnet. Allein 2,5 Mio. t sollen aus der Ukraine in 2018/19 in die EU geliefert werden. Dadurch wird der Druck auf die Preise nicht kleiner. Die Sojabohnen sind etwas fester gestimmt. Die USA haben Bohnen nach Argentinien verkauft. Dort ist die Ernte ja deutlich kleiner ausgefallen.

Tendenz: Bei den nicht verkauften Rapssaaten der Ernte 2017 wird bei den Erzeugern eine Überlagerung angedacht werden. Die Auswirkungen der Biodieselimporte sind am Markt deutlich zu spüren. 


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