Markt am Mittag

Notierungen legen leicht zu


Am heutigen Donnerstag zeigen sich die Kurse für Weizen an den Terminmärkten fast unverändert gegenüber Mittwoch. Weizen bleibt stetig, Raps zieht an.

An der Matif notiert Weizen für den März-Termin bei 166,75 €/t um 0,50 €/t fester. Rapssaat hingegen notiert für den Monat Februar 2018 mit 385,50 €/t um 0,75 €/t schwächer gegenüber Mittwoch.

Markttendenz
Gerste und Brotroggen werden bei den aufgebesserten Preisen zügig verkauft. Insbesondere die Gerste lässt sich angesichts des knappen weltweiten Angebotes derzeit gut verkaufen. Das Verhältnis zwischen den Raps- und Weizenpreise von deutlich über „zwei zu eins“ zeigt, dass die Rapspreise mit 370 Euro/t ab Hof für die Februar 2018 Abnahme gegenüber den Weizenkursen attraktiv sind.
Die Weizenpreise zeigen sich stetig. Bei der beginnenden Weizen- und Gerstenernte in Australien zeichnen sich deutlich geringere Erträge ab. Dadurch bekommen die hiesigen Kurse Unterstützung und notieren fester. Noch ist die Weizennachfrage in den Exporthäfen Hamburg und Rostock ruhig. Das kann sich jetzt aber täglich ändern. Der schwächere Kursverlauf des Euros begünstigt den Export von hiesigem Weizen. Die Kurse in den Seehäfen sind jetzt teilweise auch unter den Preisen der Schwarzmeerregion. „Wenn es um bestimmte Qualitäten geht, wird deutscher Weizen oftmals trotz des etwas höheren Preises bevorzugt“, meinte ein Hamburger Exporthändler. Die Kaufideen für Brotweizen liegen um die 164 €/t für die Lieferung im November und um 168 €/t für die Lieferung im Januar 2018. Dies zeigt die Prämie für spätere Liefertermine. Ab Hof lassen sich in Mecklenburg  rund um den Seehafen Rostock Basis Januar 2018 jetzt 155 €/t für den B-Weizen erzielen.

Der Aufwärtstrend am Markt für Rapssaat ist unverkennbar. Diese Entwicklung beruht auf einen steigenden Palmölmarkt. Aber auch die festen Notierungen für das Rohöl unterstützen die Kurse an den Rapsmärkten. Mit Blick auf die allmählich endende US-Sojaernte gehen viele Marktteil­nehmer nun von schwächer werden­den Erträgen aus. Deshalb rechnen wir bei der nächsten USDA Schätzung Mitte November 2017 mit einer Abwärtskorrektur der US-Sojaerträge. Diese Vermutung stützt den Markt und lässt die Preise für Sojabohnen in Chicago auf ein neues Drei-Wochen-Hoch steigen. Die Anbaufläche an Rapssaat in der EU dürfte nach Angaben von Strategie Grains in Paris mit 6,71 Mio. ha gut 300.000 ha unter dem Vorjahr liegen. Die geringere Anbaufläche in Deutschland und Polen wird durch eine Ausweitung in Frankreich und Großbritannien fast wieder ausgeglichen.
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