Markt am Mittag

Russland dominiert das Geschehen

Am heutigen Donnerstag zeigen sich die Kurse für Weizen an den Terminmärkten fast unverändert gegenüber dem gestrigen Mittwoch. An der Matif notiert Weizen für den März-Termin bei 162,75 €/t unverändert. Die Rapssaat hingegen notiert für den Monat Februar 2018 mit 375,50 €/t um 1,0 €/t schwächer gegenüber gestern.

Markttendenz
An der Grundsituation beim Weizen hat sich nichts geändert: Fester Euro, kaum Exportgeschäft und hohe globale Bestände bleiben belastend. Der Rapsmarkt bleibt ohne große Preisausschläge nach oben oder unten. Eine Mehrzahl der Händler erwartet einen freundlichen Jahresstart 2018.

Gute Weizenexportzahlen konnten die Weizenkurse in den USA etwas stabilisieren, nachdem Mitte der vergangenen Woche die Preise tief in den Keller gerutscht waren. Aktuell geben die Kurse wieder nach.

Der internationale Markt wird noch immer von Russland dominiert. Ägypten kauft erneut 240.000 t Weizen aus Russland. Thema unter Marktbeobachtern ist die Problematik rund um den Mutterkorngehalt für Lieferung nach Ägypten. Dieser wurde jetzt wieder – wie international üblich – von 0 auf 0,05 Prozent gesetzt.

Der Kassamarkt ist weiterhin ruhig. Physisches Geschäft lediglich hier und da auf den vorderen Terminen. Für Termine Anfang des neuen Jahres 2018 entfernen sich Brief- und Geldkurs immer weiter voneinander. Daher gibt es bis auf die Verkäufe an die Mischfutterindustrie in Südoldenburg in Norddeutschland so gut wie keine Geschäftsabschlüsse.

Die Rapskurse bewegen sich seitwärts. In Chicago ist die Stimmung für die Notierungen des Sojakomplexes freundlich. Wieder einmal sind es die chinesischen Importe, die den Markt stützen. Darüber hinaus ist die Nachfrage nach Sojaöl in den USA hoch. Bestände werden abgebaut. Und die Verarbeitungszahlen entwickeln sich positiv. Aus Argentinien hört man, dass sich die Aussaat aufgrund fehlenden Regens verzögert. Der Rückgang der Rapskurse in Paris belastet die Kassapreise in Deutschland. Anbieter halten sich mit Verkäufen wieder eher zurück und es fehlt auch die Nachfrage. Die Ölmühlen haben ihren Bedarf erst einmal gedeckt. Nur hier und da hat das physische Geschäft angezogen.

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