Markt am Mittag

Schwache Preistendenz vor Weihnachten

Am heutigen Donnerstag zeigen sich die Kurse für Weizen an den Terminmärkten von einer leicht schwächeren Seite. An der Matif notiert Weizen für den März-Termin bei 160,25 €/t mit einem leichten Minus von 0,25 €/t. Der Rapsmarkt notiert um 0,50 Euro/t schwächer bei 358,25 €/t.

Markttendenz
Große Preisspielräume beim Weizen sieht der Handel zurzeit nicht. Was Raps betrifft bleiben die Ölmühlen zurückhaltend, da die Preise für Rapsöl zurzeit wenig Potential nach oben bieten.


Der Weizenmarkt hält seine Preise damit nur knapp. Die jüngsten hohen Weizenkäufe Saudi-Arabiens von etwa 480.000 t halten die Kurse auf dem bisherigen Niveau. Die Kurse in Chicago bleiben trotz der Meldungen über starke Ernteeinbußen in Australien schwach. Schwere Regenfälle im November haben in Australien dort die Ernte verzögert und Qualitäten gedrückt. Mit 20,2 Mio.t wird die Ernte gegenüber dem Vorjahr dort um 42 Prozent fallen. Der deutsche Markt bleibt von dem mangelnden Weizenexport geprägt, der sich bis zum Jahresende 2017 nicht beleben wird. Die Marktstützung geht nach wie vor von der Nachfrage der Mischfutterindustrie aus Südoldenburg aus. Hier werden weiterhin Preise von 175 €/t franko für Futterweizen bezahlt. Bislang konnte die verhaltene Verkaufsbereitschaft zu einem stabilen Preisniveau für Weizen beitragen.

Die Kurse für die Rapssaat in Paris starten heute mit schwachen Vorzeichen. Gleiches gilt für die Notierungen in Chicago, wo aktuell der gesamte Sojaölkomplex Verluste zu verzeichnen hat. Aus Australien berichten die staatlichen Analysten von einer um voraussichtlich 31 Prozent geringer ausfallenden Rapsernte von nur 2,9 Mio.t. Ab Ende Januar 2018 werden die ersten Mengen davon auch bei den hiesigen Ölmühlen erwartet. Bei den Sojabohnen bleiben die Exporte aus den USA hoch und stützen das Preisniveau. Ausgebremst wird die Euphorie heute nur durch den nachgebenden Rohölpreis. In Deutschland hat sich der Kassamarkt nicht belebt.

 

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