MARS-Bericht

Winterhärte ist mangelhaft

In vielen Gebieten von Europa ist Winterweizen nur unzureichend für frostige Temperaturen gerüstet. Eine der Ausnahmen bildet der europäische Teil Russlands.

Ungewöhnlich schwach ausgeprägt ist die Winterhärte der Bestände von Winterweizen in weiten Teilen von West-, Süd- und Mitteleuropa. Diese Diagnose trifft jetzt der EU-Prognosedienst MARS. Besonders gering ist die Frosttoleranz demnach in dem Gebiet ausgeprägt, das sich nördlich und westlich des Schwarzen Meers erstreckt und bis nach Ungarn hineinreicht. Denn dort seien ungewöhnlich warme Temperaturen für diese Jahreszeit verzeichnet worden, heißt es weiter in dem Bericht. Doch Frostschäden seien bislang allenfalls gering, analysiert MARS. Die weitere Wetterentwicklung bis Ende Januar lasse zudem keine weiteren Schäden erwarten.

Skandinaviens Bestände sind gerüstet

Vergleichsweise gute Winterhärte haben dem Bericht zufolge die Pflanzen in Nord- und Osteuropa herausgebildet. In den nördlichen und östlichen Regionen des europäischen Teils von Russland sei es kalt genug gewesen, damit der Winterweizen dort nahezu vollständige Frosttoleranz bilden konnte. Auch in Teilen von Skandinavien, dem Osten der Türkei, Finnland, weiten Teilen von Schweden, Ost- und Nordpolen sowie der östlichen Slowakei haben die Bestände eine recht gute Winterhärte entwickelt. Auch in den südöstlichen Gebieten Tschechiens sowie der nördlichen Hälfte der Ukraine sei die Winterhärte mittelmäßig bis fortgeschritten ausgeprägt. In allen anderen Teilen Europas bleiben die Bestände anfällig für Frostschäden.

Leichte Frostschäden verzeichnet MARS in einigen Gebieten an der Wolga, in den südlichen Verwaltungsgebieten Russlands sowie in Teilen der Türkei.

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