MARS-Report

Auswinterungsgefahr bleibt


Nach wie vor sind Winterkulturen in West- und Südeuropa nicht ausreichend gegen Frost abgehärtet. Fallen die Temperaturen ohne Schnee stark ab, besteht Auswinterungsgefahr.

In West- und Südeuropa war es bislang zu warm, um den Winterkulturen den erforderlichen Kältereiz zu verleihen, stellen die Pflanzenexperten des EU-Prognosedienstes MARS in ihrem Januar-Bericht fest. Das gilt nach Beobachtung der MARS-Fachleute besonders für Norddeutschland, den Norden und Westen Frankreichs, die Benelux-Länder, Dänemark und Großbritannien. Dort fehlt auch eine schützende Schneedecke.

Die Winterhärte nimmt von West nach Ost zu: Die gelben Flächen zeigen fehlende Winterhärte, grün steht für geringe bis mittlere Winterhärte und blau für gute bis vollständige Winterhärte.
Karte: MARS
Die Winterhärte nimmt von West nach Ost zu: Die gelben Flächen zeigen fehlende Winterhärte, grün steht für geringe bis mittlere Winterhärte und blau für gute bis vollständige Winterhärte.
Bislang ist es nicht zu nennenswerten Ausfällen gekommen. Sollten aber in Nordwesteuropa zweistellige Minusgrade auftreten, könnte es zu Auswinterungen kommen, warnt MARS. Etwas besser sieht es in Süddeutschland, im Osten Frankreichs und im Baltikum aus. Dort hat das Getreide immerhin eine leichte bis mittlere Winterhärte erreicht.

In Mittel- und Osteuropa hat sich dagegen die Winterhärte des im Herbst gesäten Getreides seit Mitte Dezember nach dem Eintreten kälterer winterlicher Witterungsbedingungen deutlich erhöht.  Außerdem liegen die Kulturen östlich einer gedachten Linie von der Adria bis zur Ostsee unter einer schützenden Schneedecke, heißt es weiter. Unter den EU-Ländern sind nach dem MARS-Bericht vor allem die Kulturen im Zentrum Polens, im Osten der Slowakei, im Nordosten Ungarns sowie fast überall in Rumänien gut winterhart.

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