MARS-Report

Frankreich profitiert vom Regen


Nur in Osterreich und Ungarn werden derzeit Weizenerträge erwartet, die klar unter dem Durchschnitt liegen.
Mars, Mars
Nur in Osterreich und Ungarn werden derzeit Weizenerträge erwartet, die klar unter dem Durchschnitt liegen.

Der europäische Prognosedienst MARS erwartet für die EU eine leicht überdurchschnittliche Getreideernte. Vor allem in Süden verbesserte sich die Lage.

In den 28 Ländern der Europäischen Union rechnen die Mars-Experten in ihrem heute veröffentlichten, monatlichen Bericht mit einem durchschnittlichen Weizenertrag von 5,82 t/ha, das sind 0,05 t mehr als im April. Gegenüber dem Vorjahr würden die Erträge um 7,3 Prozent steigen, der Fünfjahresdurchschnitt würde um 2 Prozent übertroffen. In Deutschland könnte die Erträge um 3,8 Prozent unter dem Durchschnitt bei 7,46 t liegen, das wären 12 Prozent mehr als im Dürrejahr 2018. Gegenüber dem April-Bericht wurde die Vorhersage für Deutschland um 0,33 t/ha gesenkt.

Regen lässt Südeuropa hoffen

Hauptgrund für die pessimistische Sicht sind die Niederschlagsdefizite, von denen vor allem der Norden Deutschlands betroffen ist. Auch in den Niederlanden und Belgien sowie in allen Ländern, die an die Ostsee grenzen, sei Trockenheit ein Problem. In die Bilanz flossen die Wetterdaten bis zum 14. Mai ein. Deutlich besser wird die Situation in Frankreich eingeschätzt, wo die Ertragserwartungen für Weizen gegenüber dem April um 0,28 t auf 7,41 t/ha angehoben wurden. Damit würde der fünfjährige Durchschnitt um 7,4 und das Vorjahresergebnis um 8,3 Prozent übertroffen. Auch in Portugal, Spanien, Italien, Slowenien, Kroatien, Ungarn und Bulgarien werden bessere Erträge als im April erwartet.

Bessere Aussichten für Gerste in Frankreich

Mit 4,96 t/ha wird die Prognose für die gesamte Gerstenernte minimal um 0,01 t/ha angehoben. Für Deutschland liegen die Aussichten nun bei 6,54 t/ha (April: 6,96 t/ha), für Frankreich bei 6,70 t/ha (April: 6,60 t/ha). Frankreich würde damit den fünfjährigen Durchschnitt um 5,2 Prozent übertreffen und Deutschland ihn um 3,4 Prozent unterschreiten.

Raps in Deutschland unter dem Durchschnitt

Für Raps haben sich die Ertragsaussichten in der EU verschlechtert. Erwartet werde nun 3,13 t/ha (April: 3,19 t/ha). Mit 3,52 t/ha (April: 3,68 t/ha) liegt die Prognose für Deutschland nun um 3,2 Prozent unter dem fünfjährigen Durchschnitt, aber um 18 Prozent höher als im Vorjahr. Für Frankreich werden nun 3,27 t/ha erwartet (April: 3,34 t/ha). Der Durchschnitt wird damit um 4,5 Prozent verfehlt.

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