MARS-Report

Zu trocken für die Aussaat


Der Mars-Report vom Oktober 2018 zeigt die für Wintersaaten kritischen Regionen.
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Der Mars-Report vom Oktober 2018 zeigt die für Wintersaaten kritischen Regionen.

Die Sommerdürre hat die Böden vor allem in Deutschland, Polen und Tschechien so ausgetrocknet, dass die Aussaat von Wintergetreide beeinträchtigt ist. Die Flächen schrumpfen.

Vorteilhaft waren die Bedingungen für die Aussaat von Wintergetreide und Raps in weiten Teilen des Vereinigten Königreichs, den baltischen Staaten und Skandinavien. Diese Bilanz zieht jetzt der EU-Prognosedienst MARS. Dort hat es nämlich im September genug geregnet. Dort sind die Feldarbeiten auch schon weit vorangeschritten beziehungsweise abgeschlossen. Auch in der Ukraine berichten die MARS-Experten von vorteilhaften Aussaatbedingungen und einer weit vorangeschrittenen Aussaat von Winterweizen und Wintergerste. In Spanien und Portugal sind die Böden ebenfalls ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt, doch dort beginnt die Aussaat erst Mitte Oktober.

Anders sieht die Lage in Frankreich, Deutschland und den Benelux-Staaten aus: Dort hat die Aussaat von Wintergetreide Ende September begonnen oder Anfang Oktober. Trockene Böden haben die Feldarbeiten erschwert und das Auflaufen bereits eingesäter Bestände gebremst, hält der Prognosedienst dazu fest.

Deutliche Flächenrückgänge in Deutschland

Vor allem bei Winterraps, der Kultur mit der frühesten Aussaatperiode, sind die Bedingungen alles andere als rosig. Nur ein geringer Anteil der Aussaatflächen in den Hauptanbaugebieten sei in guter Verfassung, heißt es im MARS-Bericht. Das werde voraussichtlich Auswirkungen auf die Erträge 2019 haben.

In der Mitte Deutschlands und Frankreichs und im Westen Polens waren die Entwicklungsbedingungen für die jungen Pflanzen laut MARS-Report bislang schlecht. Nicht überall seien die Pflanzen aufgelaufen, und wo sie aufgelaufen sind, seien sie anfällig für Krankheiten gewesen. In Deutschland und in Polen seien die Niederschläge Ende September regional zu schwach gewesen und seien tendenziell zu spät eingesetzt. Vor allem für den Osten und für die Mitte Deutschlands gehen die MARS-Experten daher von einer geringeren Rapsfläche als im Vorjahr aus.

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