Die Preise für Biomilch sind im März leicht zurückgegangen. Weitere Preisabschläge werden seitens des Bioland-Verbandes erwartet.

Der durchschnittliche Nettoerzeugerpreis für ein Kilogramm Biomilch mit 4,0 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß inklusive Zu- und Abschlägen ab Hof lag im Berichtsmonat bei 48,7 Cent und damit um 0,2 Cent unter dem Niveau des Februars, berichtet AgE und beruft sich dabei auf eine Erhebung des Verbandes Bioland bei bundesweit 38 Ökomolkereien.

Dabei seien die Milcherzeugerpreise im Norden mit 47,5 Cent/kg stabil geblieben. Im Süden gaben sie aber um 0,4 Cent auf 49,3 Cent/kg nach. Auch die Emmentaler Milch habe im März mit 53,1 Cent/kg weniger als im Vormonat erlöst, und zwar 0,8 Cent.


Für die folgenden Monate rechnet Bioland, nicht zuletzt wegen der steigenden Milchmengen aus ökologischer Erzeugung, mit weiteren saisonalen Preisabschlägen. Anfang Mai hatte der Discounter Aldi seinen Verkaufspreis für Biomilch um 4 Cent/l gesenkt. Im Vergleich zum „normalen Milchmarkt“ fallen die Erzeugerpreisabschläge für Biomilch, die sich von Januar bis März 2018 insgesamt auf 0,3 Cent/kg beliefen, aber sehr moderat aus. Die konventionellen Milchproduzenten mussten im selben Zeitraum bereits einen Erlösrückgang für ihre Standardmilch von 2,9 Cent auf 32,6 Cent/kg verkraften.

Der Preisabstand zwischen biologisch und normal erzeugter Milch ist damit weiter gewachsen und belief sich zuletzt auf 16,1 Cent/kg. Im Jahresdurchschnitt 2017 hatte dieser Preisunterschied der Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) zufolge bei 12,94 Cent/kg gelegen, wobei für ökologisch erzeugte Kuhmilch 49,13 Cent/kg und für konventionelle 36,19 Cent/kg gezahlt worden waren.

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