Mittagsmarkt

Der Getreide- und Rapsmarkt bleibt ruhig


Die weiterhin schwierige Logistik kann den Preisen auch keine Impulse geben. Die Getreide-Exporte aus Russland laufen weiterhin rege.

Am heutigen Donnerstag notiert die Matif für den Dezember-Termin um 0,50 €/t fester bei 199,50 €/t. In den Exporthäfen sind für den B-Weizen mit 12,5 Prozent Protein 202,00 €/t für die Lieferung Basis November 2018 im Gespräch. Bei der Rapssaat notiert der Februar-Termin heute Mittag um 0,50 €/t fester mit 370 €/t. Die Kaufideen für die Rapssaat bewegen sich um 370 €/t franko Ölmühle für die Lieferung im November 2018.

Ein festerer Euro drückt den Weizen-Fronttermin in Paris unter die 200 €-Marke. In Chicago wurden die Kurse kürzlich noch von Meldungen über Schnee- und Kälteeinbruch in wichtigen Anbauregionen gestützt. Die Feldarbeiten zur Aussaat werden immer wieder unterbrochen. Das Analystenhaus Strategie Grain schätzt die EU-Weizenexporte für 2018/19 jetzt um eine Mio. t geringer bei 19,5 Mio.t. Die Exporte aus Russland haben bisher kaum an Tempo eingebüßt. Am Kassamarkt bewegen sich die Preise kaum. Auch die unverändert schwierige Logistik kann den Preisen keine Impulse geben. Lediglich vereinzeln kleinere Lieferungen bis Jahresende. LKW-Frachten werden gesucht. Insgesamt bleiben Neugeschäfte eine Mangelware.

 

Tendenz Getreide
Wir halten es nach den bisherigen Verkäufen für sinnvoll, mit weiteren Verkäufen wenigstens bis zum Jahresende 2018 zu warten, bis sich die russischen Verkäufer vom Markt zurückziehen.

Für den Sojakomplex waren wieder einmal politische Äußerungen zum Ende des Handelsstreits zwischen den USA und China Grund für steigende Kurse. Aber der Konflikt ist nicht beigelegt. Die Sojaexporte aus den USA verlaufen wie erwartet. In Brasilien könnte eine frühe Ernte Druck auf die Märkte ausüben. Das schwache Umfeld der internationalen Ölsaatenmärkte hält auch die Rapssaatkurse in Paris auf unverändertem Niveau. Die Tendenz ist leicht fester. Derweil bestätigen sich die Meldungen, wonach die Rapsanbauflächen europaweit zurückgegangen sind. Die Kurse für das Palmöl bleiben schwach gestimmt. Die Produktion ist stark gestiegen und die Bestände befinden sich auf Rekordniveau. Am physischen Markt für Rapssaat tut sich derzeit wenig. Angebot und Nachfrage dümpeln weiter vor sich hin.

Tendenz Ölsaaten
Etwa die Hälfte der Rapsernte wurde bereits durch Vorkontrakte vermarktet. Restmengen werden jetzt zurückgehalten. Beim Raps halten wir das Abwarten mit weiteren Verkäufen für richtig. 

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