Mittagsmarkt

Der Getreide- und Rapsmarkt bleibt ruhig


Die Preisvorstellungen von Verkäufern und Käufern passen beim Weizen häufig nicht zusammen. Die Stimmung bei den Ölsaaten bleibt abwartend.

Es bleibt sehr ruhig am Weizenmarkt. An der Matif in Paris bewegt sich der Kurs seitwärts. Am Kassamarkt gibt es wenig Nachfrage.
Vor allem die positiven Entwicklungen beim Handelsstreit zwischen den USA und China wirken sich auf die Kurse aus. Einigungen in Handelsfragen werden in den kommenden drei Monaten angestrebt. Erschwerend stehen auf der anderen Seite die aktuellen Spannungen zwischen Russland und der Ukraine. Sie könnten Auslöser für Verschiebungen auf den Getreidemärkten sein. Die Preisvorstellungen von Verkäufern und Käufern passen häufig nicht zusammen. Etwa 200 €/t ab Hof stellen sich die Landwirte vor. Ein ähnlicher Preis wird auch franko Hamburg oder Rostock diskutiert. Das Exportgeschäft hat weiter keine sehr große Bedeutung. Auch in Südoldenburg sind die Käufer nicht mehr sehr aktiv am Markt. Sie haben sich mit Importen an Weizen und Mais aus Osteuropa eingedeckt. Franko Südoldenburg wird für einen Weizen nur noch bis 217 €/t für Januar 2019 bis März 2019 bezahlt.

Tendenz Getreide
Auf eine bessere Entwicklung der Kurse warten und im Moment nicht verkaufen. 

Matif: Am heutigen Donnerstag notiert die Matif für den März-Termin mit 202,25 €/t Weizen um 0,25 €/t schwächer. In den Exporthäfen sind für den B-Weizen mit 12,5 Prozent Protein 202,00 €/t für die Lieferung Basis Dezember 2018 im Gespräch. Bei der Rapssaat notiert der Februar-Termin heute Mittag um 0,75 €/t schwächer mit 371,50 €/t. Die Kaufideen für die Rapssaat bewegen sich um 374 €/t franko Ölmühle für die Lieferung im Dezember 2018.

Ölsaaten: Die US-Sojahändler atmen auf. Die USA wollen zunächst keine zusätzlichen Zölle auf chinesische Importe erheben. Das könnte einen wieder besseren Export von Sojabohnen nach China bedeuten. Zwischen den beiden Ländern soll verhandelt werden, um in den kommenden drei Monaten Ergebnisse für die bestehenden Fragen zu erarbeiten. Die Kurse für Sojabohnen an der Börse in Chicago ziehen bereits an. Aber auch die asiatischen Börsen reagieren positiv auf die Nachrichten vom G-20-Gipfel. Die Rapssaat in Paris ist etwas schwächer gestimmt. Die Marke von 370 €/t im Februar wurde aber wieder überschritten. Dennoch bleibt die Stimmung abwartend und auf die tatsächlichen Ergebnisse nach den Gesprächen zwischen den USA und China gerichtet.

Tendenz Ölsaaten

Trotz der etwas besseren Stimmung hat sich grundsätzlich nichts geändert: Aktuell Raps nicht zwingend verkaufen. Anfang des neuen Jahres könnten die Preise wieder anziehen.

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