Die neuseeländische Milchproduktion ist im Januar 2018 um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen. Schuld ist das Wetter. In Australien legt die Produktion hingegen zu.

Dies geht aus den neuesten Daten des Molkereikonzerns Fonterra hervor. Als Grund für das Minus nennt das Unternehmen die schwierigen Wetterbedingungen, meldet das österreichische Informationsportal aiz.info. Während der Regen Ende Dezember/Anfang Januar einigen Regionen zwar geholfen habe, wurden andere Gebiete schwer von zu feuchten Böden und Schwierigkeiten beim Vegetationswachstum im Weideland getroffen. Dies habe die angelieferten Milchmengen in ganz Neuseeland beeinflusst. Fonterra selbst verzeichnete im Januar 2018 in Neuseeland eine um 8 Prozent geringere Milchanlieferung. Von Anfang Juni 2017 bis Ende Januar 2018 wurde in Summe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2 Prozent weniger Rohmilch übernommen.

In Australien hingegen lag die Milchproduktion im Januar 2018 aufgrund günstiger Witterungsverhältnisse in den Milchsammelregionen um 4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Fonterra verarbeitet auch Rohmilch aus Australien und konnte auf diesem Kontinent im Januar sogar um 32 Prozent mehr Rohstoff als im Vorjahresmonat übernehmen. Diese Steigerung hängt auch mit dem erhöhten Marktanteil zusammen. In Summe wies die australische Milchproduktion im Zeitraum Juli bis Dezember 2017 eine Steigerung von 3 Prozent auf.

Fonterra verarbeitete im vergangenen Milchjahr rund 18 Mio. t Rohmilch aus Neuseeland. Weitere 1,5 Mio. t wurden von Tochterbetrieben in Australien und weitere 500.000 t in Chile übernommen. Das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 19 Mrd. NZ-Dollar ist als weltweit größter Exporteur von Molkereiprodukten in elf Ländern mit 51 Betriebsstätten aktiv und beschäftigt 22.000 Mitarbeiter, davon rund 12.000 in Neuseeland.
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