Günstige Witterungs- und Weidebedingungen haben im vergangenen Jahr die neuseeländische Milchproduktion auf ein neues Rekordniveau steigen lassen. Auch in diesem Jahr wird mit Produktionssteigerungen gerechnet.

Laut Daten des neuseeländischen Molkereiverbandes (DCANZ) belief sich die Erzeugung auf 21,95 Mio. t; das waren 486 000 t oder 2,3  Prozent mehr als 2017. Die bisher größte Anlieferung in einem Kalenderjahr war 2014 mit 21,84 Mio. t verzeichnet worden; ohne das schwache erste Quartal 2018 wäre der Vorsprung noch größer ausgefallen. Die Molkereien in Neuseeland konnten im vergangenen Jahr zudem mehr Milchinhaltsstoffe verarbeiten, wie Agra-Europe meldete. Nach Verbandsangaben nahm die Produktion des aus den Trockengehalten von Fett und Eiweiß gewonnenen Milchfeststoffs gegenüber 2017 um 2,1  Prozent auf 1,89 Mio. t zu. Auch hier war bisher 2014 das Rekordjahr gewesen.

In Neuseeland steht allerdings nicht so sehr das Kalenderjahr, sondern das von Juni bis Mai laufende Milchwirtschaftsjahr im Vordergrund. In den ersten sieben Monaten der Saison 2018/19 belief sich die Rohmilchanlieferung auf gut 13,55 Mio. t; was gegenüber Juni bis Dezember 2017 einen Zuwachs von 575 000 t Milch beziehungsweise 4,4 Prozent bedeutete. Analysten der BNZ-Bank hielten zuletzt ein Produktionsplus in der gesamten Saison gegenüber 2017/18 von 5 Prozent für realistisch. Der Molkereikonzern Fonterra ging im Dezember davon aus, mit 1,555 Mio. t rund 3 Prozent mehr Milchfeststoff als im vergangenen Milchwirtschaftsjahr zu verarbeiten. Der bisherige Anlieferungsrekord in Neuseeland aus dem Vermarktungsjahr 2014/15 von 21,91 Mio t dürfte damit fallen, zumal zuletzt auch die Warnungen vor dem Wetterphänomen El Niño abgeschwächt wurden.

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