OECD/FAO-Prognose

Gedämpfte Aussichten für Raps


Der Rapsanbau hat seine besten Zeiten gesehen.
Bild: Pixabay / moinzon
Der Rapsanbau hat seine besten Zeiten gesehen.

Die Erzeugung von Sojabohnen zieht deutlich kräftiger an als jene für andere wie Raps. Gleichzeitig erwarten OECD und FAO in ihrer Langfristprognose steigende Preisvolatilität am Sojamarkt.

Brasilien wird die USA als weltweit führender Sojaproduzent überholen. Im Jahr 2028 wird die Sojaproduktion in Brasilien voraussichtlich 144 Mio. t erreichen, stellen die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO und Organisation für die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD in ihrem Agrarmarktausblick für die Jahre 2019 bis 2028 fest. Die USA werden dann 121 Mio. t Soja erzeugen, erwarten OECD und FAO. Aktuell ernten Brasilien und die USA in etwa gleich viele Sojabohnen mit einer Produktionsmenge von rund 120 Mio. t in den Jahren 2016 bis 2018. In den kommenden Jahren werde das Produktionswachstum in Brasilien bei 1,8 Prozent liegen, während es in den USA nur 1,2 Prozent erreichen soll. Die Annahme vorausgesetzt, dass China weiterhin hohe Importzölle auf US-Soja erhebt, werde Brasilien einen Wettbewerbsvorteil auf dem Weltmarkt gegenüber den Vereinigten Staaten genießen.

Ukraine und Russland gewinnen an Bedeutung

Im weltweiten Schnitt wird die Erzeugung von Sojabohnen in den kommenden zehn Jahren dem Bericht zufolge um 1,6 Prozent jährlich zulegen. Die Produktion anderer Ölsaaten wie Raps oder Sonnenblumensaat wird nur um 1,4 Prozent wachsen, zum Teil gedämpft durch die sinkenden Nachfrage nach Rapsöl in der Biodiesel-Produktion in der EU. Den Produktionszuwachs von Ölsaaten in der EU, vorwiegend Raps, sehen die beiden Institutionen bei nur 0,6 Prozent jährlich. Der Anbau von Getreide sei deutlich lukrativer, deshalb gehe die Fläche für Ölsaaten relativ dazu zurück, so FAO und OECD. Bei Raps, Sonnenblumen und Co. werden die Ukraine und Russland an Bedeutung gewinnen, heißt es weiter in dem Report.

Der Crush von Sojabohnen wird weiter dominieren und seine Vormachtstellung ausbauen, erwarten OECD und FAO. Das globale Verhältnis von Beständen zu Verbrauch bei Sojabohnen sehen die beiden Institutionen 2028 bei 10,7 Prozent, 2016 bis 2018 betrug diese Kennziffer noch 12,3 Prozent. Da sich die Ölsaatenproduktion weltweit auf wenige Standorte konzentriere, steige parallel zur sinkenden „stocks-to-use ratio“ die Wahrscheinlichkeit für volatile Sojapreise.

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