Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Dezember den zweiten Monat in Folge angestiegen. Noch im Oktober war er auf den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren gesunken.

Im abgelaufenen Monat haben sich die Geschäftserwartungen der Unternehmen weiter verbessert, während die Einschätzung der aktuellen Lage gegenüber November unverändert geblieben ist. Das deutet darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft zwar ein recht schwaches viertes Quartal durchläuft, aber sich zu Jahresbeginn 2015 aus der Quasi-Stagnation der letzten Monate lösen kann.

Vor allem der kräftige Rückgang des Ölpreises, aber auch die Schwäche des Euro heben die Stimmung bei den Unternehmen. In den vier Wochen seit der letzten Umfrage ist der Ölpreis um weitere 20 Prozent gesunken. Das allein dürfte - hochgerechnet auf ein Jahr - für Deutschland auf der Importseite eine Kostenentlastung von rund 8 Mrd. Euro oder knapp 0,3 Prozent des BIP bedeuten. Das kann die heimische Nachfrage entsprechend beleben.

Zwar belastet eine geringere Nachfrage aus den Ölländern den deutschen Export, doch wird die Konjunktur bei anderen wichtigen Handelspartnern ebenfalls unterstützt. Der Nettoeffekt für die deutsche Konjunktur ist daher klar positiv und wird das Wachstum 2015 entsprechend anschieben, vermutet das ifo. (az)
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