Märkte am Mittag

Ölmühlen haben Rapsbedarf

Markttendenz
Da der Sommerweizen aus den USA deutlich geringer ausfällt und das Baltikum schon viel verkauft hat, wird der deutsche Brotweizen mit 12,5 Prozent Protein zum Jahreswechsel 2017/18 die Exportmärkte mit besseren Preisen dominieren.
Das ist ein Plus von 1 €/t im Vergleich zum Vortag. Die Kurse für Weizen bewegten sich im Laufe der Woche seitwärts. Die Weizenernte läuft weiter. In manchen Regionen sind nicht einmal zwanzig Prozent des Weizens vom Feld gekommen. In Frankreich ist dagegen bei einem Ertrag von durchschnittlich 73 dt/ha die Weizenernte mit guten Qualitäten beendet. In 2017/18 sind bislang 940.000 t Weizen exportiert worden (Vorjahr 2,6 Mio. t). Für B-Weizen wird mit 172 €/t franko Basis Sep. 2017 eine Prämie von 4 Euro/t über Matif Dezember bezahlt. Ab Hof Ostholstein liegen die Erzeugerpreise bei 155 €/t ab Hof.

Bei den Preisen für die Sojabohnen ist keine einheitliche Richtung zu erkennen. Das Wetter in den USA hat den Markt voll im Griff. Da die Aufwuchsbedingungen für die Bohnen in den vergangenen Tagen gut waren, haben diese Meldungen die Preise unter Druck gesetzt. Auch die Rapskurse stehen trotz der enttäuschenden Ernteergebnisse unter Druck. Die Ölmühlen haben am Rapsmarkt Bedarf und legen in Hamburg ex Ernte etwa 366 €/t als Kaufideen an. Im Moment werden noch Kurse von knapp 355 €/t ab Hof ex Ernte an die Erzeuger bezahlt. Angebote sind Mangelware, da allgemein mit steigenden Preisen gerechnet wird.

Tendenz: Trotz einer schwachen Ernte an Raps in Deutschland hängen die Preise am Tropf des Sojakomplexes in den USA. Sie haben kein Eigenleben. Importe aus Frankreich und Polen werden den hiesigen Markt entlasten. (Ps)
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