Ölsaaten

Exporte bremsen den Preisverfall


Die US-Farmer warten weiter auf eine verbindliche Lösung im Handelsstreit, die ihnen neue Perspektiven für das China-Geschäft gibt.
Abiove
Die US-Farmer warten weiter auf eine verbindliche Lösung im Handelsstreit, die ihnen neue Perspektiven für das China-Geschäft gibt.

Fehlende Details zum möglichen Deal zwischen USA und China dämpfen positive Stimmung an den Märkten. Palmöl setzt seinen Aufstieg fort. Rohöl notiert leicht im Minus.

Sojakomplex: Erneute Hoffnungen auf Einigung im Handelsstreit zwischen Peking und Washington sorgen am Montag für einen leichten Rebound der Sojanotierungen. Das Fehlen von konkreten Details lässt die Gewinne jedoch moderat ausfallen. Die Novemberbohne beendete den Tag mit einem Plus von 0,5 bei 920,75 US-Cent/bushel und stieg im elektronischen Handel weiter auf 921 US-Cents/bushel (305,13 €/t). Der aktuelle Erntefortschritt fiel mit 62 Prozent etwas geringer aus, als die Händlererwartungen bei 64 bis 66 Prozent. Der Durchschnittswert der vergangenen vier Jahre beträgt 78 Prozent. In der vergangenen Woche summierten sich die Exporte auf 1,568 Mio. t. Das sind 17,8 Prozent mehr als in der Woche zuvor und rund 16 Prozent mehr als in der Vorjahreswoche, die ebenfalls vom Handelsstreit geprägt war. Auf China entfielen 535.926 t. Die kumulierten Lieferungen im laufenden Wirtschaftsjahr betragen 8,06 Mio. t. Sojaschrot legte in Chicago um 0,70 US-$ auf 304 US-$/short ton (301,16 €/t).

Raps: An der ICE in Winnipeg gaben die Canola-Notierungen nach. Der Kontrakt für den Frontmonat Dezember beendete den Tag mit einem Minus von 2,60 bei 452,40 Can-$. Grund dafür ist die fortschreitende Ernte und somit auch das üppige Angebot am Markt. Ein zusätzlicher Negativfaktor war der sinkende Sojaöl-Preis an der Börse in Chicago. An der Euronext in Paris konnte der auslaufende Rapskontrakt für den Frontmonat November um 1,25 € auf 381,50 €/t zulegen. Der meistgehandelte  Februarkontrakt sankt leicht um 0,25 € auf 380,75 €/t.

Pflanzenöl: Am Montag blieb die Börse in Kuala Lumpur wegen eines Feiertags geschlossen. Dienstagmorgen setzte das Palmöl seinen Aufstieg jedoch fort und notierte zuletzt bei 2430 MYR/t. Grund dafür sind die anhaltend guten Exportaussichten, ungeachtet sinkender Verkäufe in die EU und eines Handelsstreits mit Indien. Die Europäische Union hat im laufenden Wirtschaftsjahr die Einfuhr von Palmöl um 12 Prozent reduziert. Das war von den Händlern jedoch bereits erwartet worden. Die Gewinne wurden von einem leicht stärkeren Ringgit gedämpft.

In Chicago beendete Sojaöl den Tag mit 0,18 US-Cents im Minus bei 30,78 US-Cents/pound (umgerechnet 611,86 €/t). Dienstagmorgen wurde der Dezemberkontrakt bei 30,82 US-Cents/pound gehandelt. (612,66€/t)

Rohöl:  Durchwachsene Konjunkturdaten aus China sorgten am Montag für sinkende Ölpreise. Nachdem die Sorte Brent im Tagesverlauf die Marke von 62 US-$ streifte, sank der Preis auf 61,64 US-$/barrel. Heute Morgen wurde die Nordseesorte bei 61,34 US-$/barrel gehandelt. WTI sank leicht auf 55,74 US-$/barrel und wurde heute Morgen bei 55,55US-$/barrel gehandelt.

Euro: Der Euro profitierte leicht vom Brexit-Aufschub und konnte im Tagesverlauf über die Marke von 1,11 US-$ klettern. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1087 US-$/€ (Freitag 1,1107) Dienstagmorgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1092 US-$/€ gehandelt.

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