Ölsaaten-Verarbeitung

Ukraine setzt auf Sojacrush

Die Ölmühlen in der Ukraine kaufen größere Mengen an heimischem Soja auf. Grund ist die Abschaffung der Exportsteuererstattung.

2018/19 könnte in der Ukraine die Verarbeitung von Sojabohnen eine Rekordhöhe erreichen, schätzt die Kiewer Analysen- und Beratungsagentur UkrAgroConsult. Konkret erwarten die Experten eine Sojaproduktion von rund 4 Mio. t, meldet der aiz Infodienst. Die Produktion liegt zwar unter dem Vorjahresniveau. Mehr als die Hälfte der Ernte sollen aber die inländischen Ölmühlen aufkaufen. Das ist ein größerer Anteil als sonst.

Das verstärkte Engagement der ukrainischen Ölmühlen ist laut aiz auf das Inkrafttreten eines neuen Gesetzes zurückzuführen. Es stoppt zum 1. September die Rückerstattung der Export-Mehrwertsteuer auf Sojabohnen. Betroffen sind alle Exporteure mit Ausnahme von unmittelbaren Produzenten. In den vergangenen sieben bis zehn Jahren hat die Ölsaatenindustrie in die Errichtung neuer Betriebe investiert. Die Auslastung soll bei etwa 70 Prozent liegen. 

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