Polen

Raps robuster als gedacht

In Polen ist wesentlich weniger Raps erfroren als zunächst befürchtet. Regional gibt es jedoch erhebliche Ausfälle, auch an Wintergetreide.

 

Nicht bestätigt haben sich Befürchtungen, dass in Polen nach den heftigen Frösten mit den eisigen Ostwinden Ende Februar/Anfang März umfangreich Raps oder Getreide ausgewintert sein könnte. Das Statistikamt in Warschau berichtet Ende April in seiner landesweiten Auswertung von moderaten Schäden. Als nationalen Durchschnittswert der Totalausfälle nennt das Amt für Wintergetreide lediglich 1,5 Prozent. Etwas stärker ist Winterraps betroffen, wo 4 Prozent der Flächen umbrochen werden mussten.

Allerdings hat es in einige Regionen die Winterkulturen sehr viel härter getroffen. In der Woiwodschaft Kujawien-Pommern im nördlichen Zentralpolen sind nach offiziellen Angaben 10 Prozent des Wintergetreides und 18 Prozent des Winterrapses erfroren. Überdurchschnittliche Schäden sind auch in Großpolen (Region um Posen) und Masowien (Region um Warschau) aufgetreten.

In ersten Schätzungen war der polnische Verband der Rapsanbauer von Auswinterungen bis zu 25 Prozent der Anbaufläche ausgegangen. So schlimm ist es nicht gekommen. Auch im Vergleich zu den letzten beiden Jahren mit umfangreichen Auswinterungen (2012 und 2016) sind die aktuellen Schäden von 4 Prozent bei Raps moderat. Zur Ernte 2012 und 2016 waren in Polen jeweils rund 15 Prozent der Winterrapsbestände erfroren.

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