Russische Exporte

Gerüchteküche brodelt


Zum Wochenende machen Berichte die Runde, wonach Russland mögliche Export-Restriktionen von Getreide in Erwägung zieht. In Chicago geht am Freitag die Post ab.

Die Anzeichen auf eine mögliche Exportsteuer für russischen Weizen mehren sich erneut. Am Freitag haben sich Vertreter des russischen Agrarministeriums mit Exporteuren in Moskau getroffen. Marktbeobachter, wie die Agentur UkrAgroConsult in Kiew, melden, sie gehen nun fest davon aus, dass Russland Exportrestriktionen wie zum Beispiel eine Steuer verhängen werden. Sie berufen sich auf Teilnehmer des Treffens, die berichteten, das russische Agrarministerium wolle Beschränkungen nicht ausschließen, sollten die Weizen- und Gerstelieferungen in Drittländer 30 Mio. t im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 übersteigen.

Für 2018/19 wird das russische Exportvolumen von Gerste und Weizen auf 37 bis 38 Mio. t  Weizen und Gerste geschätzt. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hatte in seinem August-Report Wasde vor einer Woche die russischen Weizenexporte auf 35 Mio. t gesetzt.

An der Börse in Chicago lösten die Meldungen aus Russland einen Kursanstieg für den September-Weizenkontrakt von 10 Cent auf 5,42 US-$/bushel (umgerechnet 175,70 €/t) aus. In Paris an der Euronext schließt der Weizen-Frontmonat September bei 208 €/t am Freitag.

Das russische Landwirtschaftsministerium reagierte prompt auf die Berichte und erklärte, bei dem Treffen mit Getreideexporteuren sei es um "Arbeitsfragen zum Exportvolumen“ gegangen, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den offiziellen Kommentar.

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