Die Transportmöglichkeiten in Russland sind beschränkt. Die Infrastruktur reicht nicht aus, um den Getreidemarkt über den Export zu entlasten.

Aus Russland müssten 2017/18 rund 55 Mio. t Getreide ausgeführt werden, um den Markt nach der Rekordernte effizient zu entlasten, meldet der aiz-Infodienst. Laut des Präsidenten der Russischen Getreideunion seien praktisch nur Exporte von 44 bis 45 Mio. t Getreide möglich. Auf diese Mengen seien die infrastrukturellen Kapazitäten des Landes begrenzt. Dabei gehe es vor allem um die beschränkten Transportmöglichkeiten zu den Exporthäfen, weniger um die Umschlagkapazitäten. Diese lägen bei etwa 50 Mio. t und dürften im kommenden Jahr auf 60 Mio. t ausgebaut werden. Das russische Landwirtschaftsministerium rechnet in diesem Jahr mit einer Rekordernte von rund 128 Mio. t Getreide gegenüber fast 120,7 Mio. t in der vergangenen Saison.

stats