Russland

Winterweizen entwickelt sich gut

In Russland wurde offiziellen Angaben zufolge bisher auf 18,2 Mio. ha Winterweizen gedrillt, das sin 800.000 ha weniger als vor einem Jahr zu diesem Zeitpunkt.
IMAGO / ITAR-TASS
In Russland wurde offiziellen Angaben zufolge bisher auf 18,2 Mio. ha Winterweizen gedrillt, das sin 800.000 ha weniger als vor einem Jahr zu diesem Zeitpunkt.
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Wärmere Temperaturen und Niederschläge sorgen für einen besseren Zustand der Pflanzen als im vergangenen Herbst. Die aktuelle Ernts esteht kurz vor dem Abschluss.

Russlands Landwirtschaftsministerium sorgt für neue Turbulenzen an den Getreidemärkten. Am Mittwoch erklärte der für das Agrarressort zuständige Minister Dmitrij Patruschew, dass die Exportsteuern weiter erhöht werden könnten, sollte der Preis für Weizen auf dem Weltmarkt über 400 US-$/t und höher steigen. Derzeit müssen Russlands Exporteuere 70 Prozent der Differenz zwischen dem Weltmarktpreis und einem Freibetrag von 200 US-$/t als Ausfuhrabgabe an den Staat abführen, Mögliche Varianten der Exportsteuer-Anpassung ist eine weitere Senkung des Freibetrags oder eine Erhöhung des Steuersatzes auf über 70 Prozent des Differenzbetrags. 
 
Darüberhinaus hat die Regierung bereits die Einführung einer Exportquote angekündigt, die ab kommendem Frühjahr gelten soll. Der genaue Umfang der Exportquote werde allerdings von dem präzisierten Ernteergebnis zum Ende des Jahres und dem Tempo der laufenden Exporte abhängen. Noch Anfang der Woche sind die Preise am Schwarzen Meer leicht gesunken. Am Mittwoch kostete Weizen im Hafen von Noworossijsk zur Novemberbelieferung 326,5 US-$/t, rund 2,5 US-$/t günstiger, als noch zu Beginn der Woche. Auf dem Binnenmarkt wurde Weizen im europäischen Teil des Landes bei 240 US-$/t gehandelt. Im Zuge der neuen Zollspekulationen erwarten Analysten einen neuen Preisschub für Weizen am Schwarzen Meer. 
 
Derweil erreicht die russische Weizenernte Stand 10. November 78,1 Mio. t nach Bunkergewicht. Die Fläche der Winteraussaat liegt derweil 18,2 Mio. ha gegenüber 19,0 Mio. ha zum gleichen Stichtag vor genau einem Jahr. Gleichwohl sind die Wetterbedingungen deutlich besser als im vergangenen Jahr. Warme Temperaturen im Süden des Landes haben zuletzt für eine verlängerte Phase der Vegetation auf den frisch ausgesäten Feldern gesorgt, so Russlands Wetterbehörde Roshydromet. Die Wachstumsphase vor der Winterpause dauert im Süden im südlichen Teil Zentralrusslands in diesem Jahr etwa zwei Wochen länger an, was für einen deutlich besseren Zustand der Felder vor dem Winterbeginn spricht, als im vergangenen Jahr. 
 
In der benachbarten Ukraine erreicht die Winteraussaat beim Weizen 6,4 Mio. ha oder rund 94 Prozent der angepeilten Fläche. Darüber hinaus haben die ukrainischen Landwirte insgesamt etwa 1,0 Mio. Ha Winterraps bestellt. Die jüngsten Regenfälle könnten den Zustand der Winterungen in der Ukraine, die zuletzt unter Trockenheit gelitten haben, etwas aufbessern. Die warmen Temperaturen werden gleichzeitig das Wachstum der Pflanzen bis in die letzten Novembertage verlängern.
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