Vermehrung

Saatgut wird knapp

Saatgut könnte knapp werden
Foto: db
Saatgut könnte knapp werden

Auch die Vermehrungsflächen für Z-Saatgut sind von der Trockenheit stark beeinträchtigt. Die Züchter erlauben kleinere Siebgrößen.

Der Wassermangel führt auch bei Saatgut zur Vermehrung zu Qualitätseinbußen. Die Körner sind regional schwach ausgebildet und sehr klein. Nach Informationen von agrarzeitung.de haben einige Züchter den Aufbereitern von zertifiziertem Saatgut erlaubt, eine kleinere Siebsortierung zu verwenden. Das sei keine rechtliche Anforderung, sondern eine Maßnahme der Züchter zur Sicherstellung der Saatgutversorgung in Deutschland“, heißt es beim Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter. Die übliche von den Züchtern definierte Mindestsortiergröße für die Aufbereiter liegt bei 2,5 mm für Winterweizen. Aufgrund der zu erwartenden geringeren Korngröße und Saatgutmenge ist der Wert teilweise auf 2,2 mm heruntergesetzt worden. Die IG Pflanzenzucht hat bereits gehandelt. Wie ein Unternehmenssprecher gegenüber agrarzeitung.de bestätigt, wurde für Weizen die Siebgröße auf 2,2 mm gesenkt. Der Wert für die Gerste wurde bereits auf 2,1 mm herabgestuft. Andere Züchter dürften nachziehen.

Insgesamt wird die Saatgutmenge in diesem Jahr ähnlich schwach wie die Getreideernte ausfallen. Der Deutsche Raiffeisenverband hat am Donnerstag die deutsche Getreideernte um 9 Prozent niedriger mit 41,5 Mio. t gegenüber Vorjahr geschätzt. In diesem Umfang dürfte auch das vermehrte Saatgut für Getreide sinken.

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