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Die Preise von Ferkeln und Schweinen sind im Allgemeinen großen Schwankungen unterworfen. Besonders hart hat es in diesem Jahr Ferkelerzeuger getroffen, teilt der Deutsche Bauernverband (DBV) mit.

Der durchschnittliche Preis für ein Ferkel (28 kg) liegt um 25,2 Prozent unter Vorjahresniveau und damit bei 44,60 €, so der DBV. Ein Tiefpunkt wurde im Oktober mit gerade einmal 37,50 € pro Ferkel verzeichnet, teilte der Verband in seinen Marktanalysen zum Jahresende mit. Die durchschnittlichen Preise für Schweine der Handelsklasse E in Deutschland sind Schätzungen zufolge um 0,2 €/kg geringer als im Vorjahr. Darüber hinaus seien die Erzeugerpreise in der EU im Jahr 2018 um 12,4 Prozent auf 1,42 €/kg Schlachtgewicht gefallen.

Erfahrungsgemäß sind die Preise von Ferkeln und Schweinen großen Schwankungen unterworfen. Der mittlere Basispreis für Ferkel betrug im Zeitraum von Januar 2013 bis November 2018 50,70 €. Abweichungen, sowohl nach oben als auch nach unten, liegen bei fast einem Drittel.

Hinzu kommt, dass die Bestandszahlen für Schweine kontinuierlich um 1 bis 2 Prozent pro Jahr zurückgehen. Bis dato gibt es noch 26,9 Millionen Tiere. Gleichzeitig ist auch ein Rückgang der Tierhalterzahlen um jährlich 3 bis 4 Prozent zu verzeichnen. Seit dem Jahr 2010 habe jeder zweite Sauenhalter seine Ferkelerzeugung eingestellt. Zwar importiert Deutschland so viele Ferkel wie kein anderes Land der Welt, doch das diesjährige Importvolumen ist leicht rückläufig. Demnach dürften 2018 11,7 Millionen Ferkel und 3,2 Millionen Schlachtschweine nach Deutschland eingeführt worden sein, so der DBV weiter.

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