Schweinefleisch

USA vor neuem Schlacht-Rekord


Trotz niedriger Erzeugerpreise für Schweine wächst die Produktion in den USA weiter. Im kommenden Jahr hofft die Branche auf eine Belebung des Exportgeschäfts und steigende Erlöse.

Die USA werden in diesem Jahr voraussichtlich 11,93 Mio. t Schweinfleisch produzieren, das sind 2,8 Prozent mehr als 2017. Für 2019 rechnet das USDA mit einem weiteren Anstieg um 5,3 Prozent. Neben den Investitionen in der Landwirtschaft sieht das Agrarministerium die Ausweitung der Schlachtkapazitäten im Mittleren Westen als einen wichtigen Grund für die steigenden Mengen. Im Oktober wurden in den USA pro Werktag 469.000 Schweine geschlachtet, 10.000 mehr als im Oktober 2017. Das große Angebot stößt auf eine rege Nachfrage. Für das kommende Jahr sieht das USDA die Chance auf steigende Erzeugerpreise, denn das derzeit im internationalen Vergleich preiswerte Schweinefleisch werde sowohl im In- als auch im Ausland auf eine rege Nachfrage stoßen. Zudem werde der Konkurrenzkampf der Schlachtunternehmen um die Schweine härter.

Preisanstieg erst im dritten Quartal 2019

Die Preise liegen derzeit allerdings deutlich niedriger als vor einem Jahr. Für das vierte Quartal rechnet das USDA mit durchschnittlich 42 bis 43 US-$/cwt (0,83 bis 85 US-$/kg, 0,73 bis 0,75 €/kg Schlachtgewicht), das sind 5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im ersten Quartal 2019 könnten die Preise auf 40 bis 42 US-$/cwt fallen und im zweiten Quartal auf 42 bis 46 US-$/cwt steigen. Für das dritte Quartal prognostizieren die Experten des USDA einen Schweinepreis von 44 bis 48 US-$/cwt.

Exporte leiden unter Strafzöllen

Die Schweinefleischexporte leiden weiter unter dem Handelsstreit. Im Oktober exportierten die USA nach Berechnungen der Branchenorganisation USMEF 208.000 t Schweinefleisch, das waren 2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Ausfuhren nach Mexiko haben inzwischen fast wieder das Niveau aus dem Vorjahr erreicht. Die Lieferungen nach China und Hong Kong liegen dagegen um fast die Hälfte niedriger. Von Januar bis Oktober wurden 2,02 Mio. t Schweinefleisch im Ausland abgesetzt, das war 1 Prozent mehr als im Rekordjahr 2017. Die gute Gesamtbilanz ist auf große Exportmengen aus dem Frühjahr zurückzuführen, als China und Mexiko noch keine Strafzölle auf Schweinefleisch aus den USA erhoben hatten. Nach der Beilegung des Handelsstreits mit Mexiko wird für 2019 mit einer Rückkehr auf den Wachstumspfad der vergangenen Jahre gerechnet. Wie sich das China-Geschäft entwickelt, ist dagegen weiter völlig offen.

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