Sojabohnen

Brasilien auf Rekordkurs


In Maro Grosso kommt die Sojaernte trotz gelegentlicher Niederschläge gut voran. Die Erträge können bisher überzeugen.
Abiove
In Maro Grosso kommt die Sojaernte trotz gelegentlicher Niederschläge gut voran. Die Erträge können bisher überzeugen.

In Brasilien steigt der Optimismus für die Sojaernte. AG Rural rechnet mit einem erneuten Rekordergebnis. Verluste in Argentinien können damit nur zum Teil ausgeglichen werden.

Die Experten des Beratungsunternehmens AG Rural haben ihre Prognose für die Sojaernte in Brasilien erneut angehoben. Sie erwarten nun eine Rekordernte von 116,2 Mio. t, das wären noch einmal 2,1 Mio. t als im bisher besten Jahr 2017. Die Aussichten haben sich damit in den vergangenen Monaten kontinuierlich aufgehellt. Anfang Dezember hob AG Rural die Prognose von 110,2 auf 112,9 Mio. t an, Zu Beginn des Jahres erfolgte eine weitere Korrektur auf 114 Mio. t. Für Anfang März kündigt die Organisation eine weitere Schätzung an. Mit der aktuellen Prognose bildet AG-Rural derzeit den oberen Rand der Erwartungen ab. Im Durchschnitt rechnen private und staatliche Analysten mit einer Erntemenge von 114 Mio. t. Das US-Agrarministerium USDA veröffentlichte im Januar-Wasde eine Prognose von 110 Mio. t.

Nach der Rekordernte im vergangenen Jahr hatten die brasilianischen Landwirte die Soja-Fläche um 2,4 Prozent auf einen neuen Höchststand von 34,7 Mio. t angehoben, schätzt AG Rural. Deshalb wurde von Anfang an erwartet, dass erneut eine sehr große Menge produziert wird. Fehlende Niederschläge hatten die Aussaat im Herbst verzögert und Zweifel an den Erträgen aufkommen lassen. Dank günstiger Witterungebedingungen in den vergangenen Wochen haben sich die Bestände inzwischen gut entwickelt. AG Rural rechnet nun mit einem durchschnittlichen Hektarertrag von 55,8 Säcken (33,48 dt), das sind 1,2 Säcke (0,72 dt) mehr als im Januar und liegt nur noch knapp unter dem Vorjahresrekord von 56,1 Säcken (33,66 dt).

Ernte kommt in Mato Grosso voran

Im wichtigsten Sojastaat Mato Grosso nimmt die Ernte weiter Fahrt auf. Dort sind die Bohnen auf 20 Prozent der Felder geerntet. Zwar werde die Ernte auch in den kommenden Tagen durch Regenfälle behindert, mit größeren Problemen rechnet AG Rural derzeit aber nicht. Landesweit waren die Arbeiten auf 6,2 Prozent der Felder beendet. Der Wert liegt leicht über dem Fünfjahresdurchschnitt, aber deutlich unter dem des Vorjahres (10,1 Prozent).

In Argentinien rechnen alle Analysten in diesem Jahr mit einer deutlich kleineren Sojaernte. Nach einer Flächeneinschränkung um mehr als 5 Prozent wirken sich auch fehlende Niederschläge auf die Menge aus. Die aktuellen Prognosen liegen bei rund 51 Mio. t, das wären 6 bis 7 Mio. t weniger als im Vorjahr.

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