Sojaernte

Paraguay wartet auf Regen


Südamerikanische Soja-Erzeuger müssen sich auf ungünstige Anbau-Bedingungen einstellen. Das betrifft auch die kleineren Staaten wie Paraguay und Uruguay.
Pixabay
Südamerikanische Soja-Erzeuger müssen sich auf ungünstige Anbau-Bedingungen einstellen. Das betrifft auch die kleineren Staaten wie Paraguay und Uruguay.

In Südamerika sind die Bedingungen für Sojabohnen nicht optimal. Die Farmer in Uruguay, Bolivien und Paraguay müssen mit Einbußen rechnen.

Der Blick der Analysten richtet sich in Südamerika meist nur auf die beiden großen Produzenten Brasilien und Argentinien. Doch auch in den kleineren Nachbarländern werden Sojabohnen angebaut, wenn auch in einem deutlich geringerem Umfang.

Mit einer jährlichen Produktion von 8 bis 11 Mio. t liegt Paraguay im globalen Ranking hinter den USA, Brasilien, Argentinien und China gemeinsam mit Indien auf Platz fünf. In diesem Jahr leiden die Bestände in dem südamerikanischen Binnenstaat unter ausbleibenden Niederschlägen. Seit Mitte November sei es in dem Land zu heiß und zu trocken, so der Analyst Michael Cordonnier. Weil in der wichtigen Phase der Schotenfüllung zu wenig Regen fiel, rechnen die Farmer mit enttäuschenden Erträgen. Ob die vom USDA Mitte Dezember vorhergesagten 9,4 Mio. t noch erreicht werden können, wird davon abhängen, wie viel Regen die spät gepflanzten Bestände erhalten.

Zu viel Nässe in Uruguay

Ganz anders ist die Situation in Uruguay, wo Sojabohnen nach der Weizenernte gepflanzt werden. Regenfälle verzögern dort die Aussaat, sodass zweifelhaft ist, ob die Anbaufläche wie erwartet von 1,09 auf 1,25 Mio. ha ausgedehnt wird. Einige frühe Flächen mussten bereits neu bestellt werden. In den kommenden Tagen schließt sich das Aussaatfenster in Uruguay. In der vergangenen Saison litt Uruguay wie auch das Nachbarland Argentinien unter einer monetalengen Dürre, sodass die Produktion auf 1,3 Mio. t zurückging.

Recht gut sind die Bedingungen bisher in Bolivien, wo eine Ernte auf Vorjahresniveau von 2,6 Mio. t erwartet wird. Sojabohnen werden vor allem im Grenzgebiet zum brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso angebaut. Die mittelfristigen Aussichten für die Region sind weniger günstig. Prognosemodelle des brasilianischen Wetterdienstes sagen für den Februar unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen voraus.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats