Stahlzölle

Sojafarmer fürchten Gegenschlag


In der US-Agrarbranche wächst die Angst vor einem Handelskrieg. Die Sojaproduzenten warnen davor, dass China mit Strafzöllen auf Bohnen aus den USA reagieren könnte.


Die Zölle auf Stahl und Aluminium könnten zu Vergeltungsmaßnahmen aus China führen und würden die derzeitigen Handelsbeziehungen zwischen den USA und China für Sojabohnen erheblich gefährden, warnt die ASA. Präsident John Heisdorffer wirft Trump vor, die Interessen der Stahl- und Aluminiumindustrie über jene der Landwirte zu stellen. China habe bereits angedeutet, sich mit Maßnahmen gegen US-Sojaimporte „rächen“ zu wollen, so Heisdorffer. Die Konkurrenz in Argentinien und Brasilien werde sich freuen, den chinesischen Markt zu beliefern, so der ASA Präsident.

Vergeltungsmaßnahmen aus China würden die ohnehin schon lahmende Agrarwirtschaft zusätzlich schädigen. Die Preise seien um 40 Prozent gefallen und das landwirtschaftliche Einkommen um 50 Prozent gesunken. „Wir können es uns einfach nicht leisten, dass sich diese Zahlen verschlechtern“, betont Heisdorffer.

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