Trockenheit

Abwärtskorrektur für EU-Rapsernte

Analysten schrauben ihre Erwartungen an die Rapsernte in Europa herunter, da es in einigen wichtigen Regionen zu heiß und zu trocken ist. Auf die Preise wirkt sich dies bisher allerdings begrenzt aus. 

EU-weit sollen Landwirte 2018 eine Rapsernte von 21,2 Mio. t einfahren. Das schätzen aktuell die Hamburger Analysten von „Oil World“ und schrauben damit ihre Prognose um 0,5 Mio. t gegenüber der Zahl von vor zwei Wochen herunter. Die Ernte 2017 war laut Oil World noch 0,6 Mio. t  höher ausgefallen und hatte folglich 21,8 Mio. t erreicht. Prognosen aus dem Getreidehandel zufolge könnte die diesjährige Ernte sogar noch unter die 21-Millionen-Tonnen-Marke fallen, heißt es weiter.

Erträge in Deutschland nur leicht über Vorjahr

Grund sind Hitze und Trockenheit im Norden und Osten Deutschlands, in Polen und im Baltikum. Auch in Frankreich haben sich die Aussichten auf die Rapsernte den Analysten zufolge in den letzten Wochen eingetrübt.

Die deutsche Rapsernte 2018 schätzt Oil World aktuell auf 4,14 (Vorjahr: 4,29) Mio. t. Die Erträge erholen sich nur leicht gegenüber dem schlechten Vorjahresergebnis auf 3,29 (3,27) t/ha. Die polnische Rapsernte beziffert Oil World mit 2,2 (2,7) Mio. t, die französische Produktion mit 5,1 (5,2) Mio. t und die im Vereinigten Königreich mit 2,16 (2,10) Mio. t.

Auf die Rapskurse an der Matif in Paris haben die schwindenden Aussichten auf die Ernte bislang nur begrenzten Einfluss, stellen die Analysten weiter fest. Druck übt die Schwäche vom Sojamarkt in Chicago sowie die verbesserten Aussichten auf die kanadische Canola-Ernte aus.

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