Märkte am Morgen: Getreide

Überschaubare Kursverluste

Weizen: Leicht gedrückte Vorgaben aus Übersee und Konsolidierungstendenzen ließen  die europäischen Weizen-Futures etwas schwächer schließen. Die Termine der alten  Ernte gaben 0,50 €/t nach. Der März notierte mit 169,50 €/t. Der europäische Weizenkontrakt der CME stand unter technischen Vorzeichen. Der März legte 4 €/t auf 182 €/t zu. Den CME-Futures fehlt es weiterhin an Liquidität und es sieht so aus, als ließen sich Glattstellungen bei dem dünnen Handelsvolumen nur mit Aufgelder realisieren.
 
In Chicago fehlten den Weizen-Futures jegliche Anregungen. Für die US-Winterweizenbestände gibt es keinerlei Wetterprobleme, der US-Weizenexport leidet unter mangelnder Wettbewerbsfähigkeit und die Weizenbestände in den USA liegen auf rekordverdächtige Höhe. Die Kurse gaben bis zu 2,4 Cent/bushel nach, der März schloss mit 4,24 US-$/bushel.
 
Auch am internationalen Weizenmarkt war die Nachrichtenlage dünn. Marokko hat nach der jüngsten Analyse des USDA mit 5,5 Mio. t voraussichtlich einen 500.000 t höheren Importbedarf, als zuletzt geschätzt. Der Irak eröffnet einen Tender für 50.000 t Weizen aus Australien, Kanada oder an den USA.  
 
Mais: Die lebhafte Exportnachfrage für den US-Mais und eine Ethanolproduktion in den USA knapp unter Rekordniveaus stützten die Chicagoer Futures. Die Termine legten um die 3 Cent/bushel zu, der März schloss mit 3,66 US-$/bushel. Die Analysten der Rabo-Bank erwarten in Chicago für das letzte Quartal dieses Jahres einen durchschnittliche Maispreis von 3,75 US-$/t, bedingt durch die Nässeprobleme in Argentinien.
 
Die Handelspolitik des neuen US-Präsident Donald Trump sorgt weiter für Irritationen, denn er will das Freihandelsabkommen mit Kanada und Mexiko neu verhandeln. Mexiko ist einer der wichtigsten Käufer für US-Mais. Südafrika hat den Import von 1,3 Mio. t GVO-Mais aus den USA genehmigt.
 
An der Matif schloss der März gut behauptet mit 171 €/t. Die Aktivitäten waren etwas lebhafter als in Vortagen. (St)
 
stats