Märkte am Mittag

Überschaubares Weizenangebot


Markttendenz:
Die vorderen Weizenpreise halten sich bei kleinem Angebot und stetiger Nachfrage der Mischfutterindustrie auf vergleichsweise hohem Niveau. Die Rapspreise für die alte Ernte verlieren nach dem Wechsel des Matif-Frontmonats. 
Von Mühlenseite fehlen am westdeutschen Getreidemarkt die Signale nahezu völlig. Für die alte Ernte dürften die Mühlen ihre Bücher schon weitgehend geschlossen haben. Allenfalls für den Übergang zur neuen Ernte zeichnen sich noch kleinere Deckungslücken ab. Der Weizenmarkt im Westen tendiert etwas fester, ausgehend von den anziehenden Futterweizenpreisen. Die nominellen Weizenpreise zu den Mühlen an der Rheinschiene bewegten sich für die alte Ernte zwischen 178 und 180 €/t und für Westfalen bei 180 bis 182 €/t. Die neue Ernte bleibt vernachlässigt, jedenfalls von Mühlenseite. Vereinzelte Anfragen aus Erfassungsstufe lassen sich der so gut wie nicht umsetzen. Ex Ernte werden für B-Weizen Abschläge von 3 €/t auf Matif-September und für September/Dezember ein Aufgeld von 3 €/t auf Matif-Dezember genannt.
 
Der vordere Terminmarkt bietet keine Orientierungshilfen mehr für die Weizenpreise am Kassamarkt, denn der Frontmonat Mai steht mehr oder weniger unter den technischen Einflüssen von Glattstellungen und Positionsbereinigungen. Heute gibt der Kurs für den Mai an der Matif wieder nach. Zeitweise verlor der Mai bis zu 3 €/t gegenüber dem Vortag. Im späten Mittagshandel notierte der Frontmonat um die 169 €/t und der Dezember knapp unter 173 €/t.
 
Von der Mischfutterindustrie gibt es weiterhin stetige Nachfrage nach alterntigem Futterweizen, der sich mangels Angebot aber nur mühsam beschaffen lässt. Dadurch halten sich die Futterweizenpreise auf einem festen Niveau. Zu den nordwestdeutschen Veredlungsregion mussten für verfügbar Partien 181 bis 183 €/t angelegt werden. Die neue Ernte bleibt ebenfalls vernachlässigt. Futtergerste notierte ebenfalls fester. Auch hier ist das Angebot ausgesprochen überschaubar. Für vordere Gerste ließen sich 165 bis 166 €/t nach Westfalen bzw. Südoldenburg erzielen.
 
Das Rapsgeschäft bleibt vernachlässigt, denn für die alte Ernte werden nur noch Restmengen angeboten. Die Prämien am Kassamarkt leiten sich seit Wochenanfang von der neuen Ernte ab. Für Mai/Juni werden am Niederrhein zwar Prämien von bis zu 30 €/t und auf Hamm und Salzgitter von 35 €/t auf den Matif-August, doch physischen Markt sind die Rapspreise nach der Umstellung gefallen. An der Matif notierte der Erntetermin gegen Mittag mit 368 €/t. (St) 
stats