USDA-Weizen

Weizenproduktion in der EU steigt

Analysten lagen daneben: Das USDA schätzt anders als erwartet.
-- , Foto: USDA
Analysten lagen daneben: Das USDA schätzt anders als erwartet.

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) nimmt in seinem November-Bericht (Wasde) leichte Anpassungen in der globalen Weizenbilanz 2017/18 vor. Die globale Produktion und der Verbrauch steigen. Die Endbestände fallen etwas niedriger aus als noch im Oktober geschätzt.


Für die EU weist das USDA in seinem aktuellen Wasde-Report im November eine um rund 500.000 t höhere Weizenproduktion für 2017 aus. Auch für Russland gibt es zu der schon rekordverdächtigen Erntemenge noch einmal einen Aufschlag um 1 auf nunmehr 83 Mio. t. Dafür erntet Pakistan eine halbe Mio. t weniger Weizen. In der Summe steigt die globale Weizenproduktion im November-Wasde auf knapp 752 Mio. t.

Trockenheit in Australien

Die US-Analysten nehmen auch Anpassungen beim weltweiten Weizenhandel vor. So zeichnen sich in Australien wegen der Trockenheit die Ertragseinbußen immer deutlich ab, sodass das Land nur noch 17,5 Mio. t Weizen im Exportgeschäft bereitstellen kann. Das sind rund 0,5 Mio. t weniger als noch im Oktober prognostiziert. Dafür exportieren die USA mehr Weizen und natürlich Russland. Das USDA rechnet für das laufende Wirtschaftsjahr 2017/18 mit Weizenausfuhren in Höhe von 27,2 Mio. t aus den USA und aktuell 33 Mio. t aus Russland. In der EU bleibt es bei 28,5 Mio. t für das Vermarktungsjahr 2017/18. Ferner erwarten die US-Analysten einen Zuwachs beim weltweiten Weizenverbrauch auf 740 Mio. t. Mit einer Produktion von 752 Mio. t Weizen ist die Versorgungssituation weiter auskömmlich. Die globalen Endbestände für 2017/18 stuft das USDA um 0,6 auf 267,5 Mio. t Weizen herunter.

Zur Bekanntgabe der Wasde-Zahlen gibt es eine kurze Verunsicherung an der Chicagoer Börse. Am Ende schließt der Frontmonat Dezember bei 4,29 US-$/bushel im Plusbereich.

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