VEZG-Notierung

Schweinemäster geben im Preiskampf nach


Die abgelaufene Hauspreiswoche endet mit einem Punktsieg der „Großen Vier“. Die Erzeugergemeinschaften nehmen die Erhöhung ihrer Notierung wieder zurück.

Die Lage auf dem deutschen Markt für Schlachtschweine wird von den Beteiligten weiter unterschiedlich eingeschätzt. Während die Erzeuger von einer guten Nachfrage nach Tieren berichten und höhere Preise für gerechtfertigt halten, bleiben die großen Schlachtunternehmen hart. Die vier größten Schlachter Tönnies, Westfleisch, Vion und Danish Crown hatten vor einer Woche auf die Preiserhöhung von 1,44 auf 1,47 €/kg Schlachtgewicht mit Hauspreisen auf unverändertem Niveau reagiert. Heute Nachmittag nahm die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) die Erhöhung wieder zurück. Die Schlachtunternehmen machten erfolgreich deutlich, dass sich höhere Schweinepreise derzeit nicht auf dem Fleischmarkt umsetzte lassen.

Auf Erzeugerseite ist man darüber verwundert, denn angesichts des Sommerwetters und der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft müsste die Nachfrage gut sein. Besonders drängend sei das Angebot an Schweinen in den vergangenen Tagen jedenfalls nicht gewesen. Verwundert zeigen sich Vertreter der Landwirte darüber, dass die großen Schlachtunternehmen trotz der niedrigeren Hauspreise offenbar keine Probleme hatten, eine ausreichende Menge an Schweinen einzukaufen. Dass sich höhere Preise am Markt durchsetzten lassen, zeigt das Ergebnis der Internet Schweinebörse vom Dienstag. Bei der Auktion wurden von insgesamt 1.840 angebotenen Schweinen 1.490 Schweine im Durchschnitt zu einem Preis von 1,50 €/kg SG verkauft. 350 Schweine fanden keinen Käufer, weil der geforderte Mindestpreis nicht erreicht wurde.

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