VEZG-Preis

Schweine knapp und doch zu teuer

Trotz eines kleinen Angebotes senken die Erzeuger ihren Vereinigungspreis für Schlachtschweine. Die schwache Nachfrage im In- und Ausland belastet den Fleischmarkt.

Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) hat am Nachmittag ihre Preisempfehlung für die Woche vom 19. bis 25. Juli auf 1,41 €/kg Schlachtgewicht festgesetzt, das sind 3 Cent weniger als in der Vorwoche. Der Preisrückgang traf die Erzeuger überraschend, denn das Angebot an Schlachtschweinen ist nach wie vor klein und sank in der 28. Kalenderwoche auf weniger als 900.000 Tiere.

Auf dem Viehmarkt hatte sich die Preiskürzung nicht angekündigt, denn das kleine Angebot ließ sich auch in dieser Woche gut unterbringen. Nachdem die beiden Marktführer angekündigt hatten, ihre Einkaufspreie in der kommenden Schlachtwoche zu senken, gerieten die Erzeugergemeinschaften unter Zugzwang. Mit 1,41 €/kg blieben sie zwar leicht über der Forderung der Schlachtunternehmen, konnten den Preis der Vorwoche aber nicht halten. Die Schlachtunternehmen begründen ihre Preiskürzung mit einem schwachen Fleischgeschäft. Die Grillsaison scheint schon wieder beendet zu sein und auch im Export lassen sich für deutsche Ware nur schwer Käufer finden.

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