Wasde-Spezial

USDA liefert den Bären Futter


Der Juni-Wasde stärkt die Bären am Markt.
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Der Juni-Wasde stärkt die Bären am Markt.

Die Erwartungen an die globale Weizenproduktion 2020/21 steigen im Juni-Wasde erneut, dafür soll die EU weniger Weizen exportieren können. Üppig versorgt bleiben auch die Märkte für Mais und Sojabohnen. 

Die Bullen am Weizenmarkt gehen im Juni-Report des US-Agrarministeriums USDA leer aus, dafür bekommen die Bären reichlich Futter: Die weltweiten Produktionserwartungen für 2020/21 steigen gegenüber der Maiprognose deutlich an; auch die Endbestände wachsen. Die EU wird auch im kommenden Wirtschaftsjahr von Russland klar überholt im Weizenexport. Derweil bleibt das USDA bei der Prognose für eine Riesen-Maisernte in den USA. Auch die Sojaproduktion steigt in den wichtigen Produzentenländern USA, Brasilien und Argentinien mehr Bohnen produzieren als in der noch laufenden Saison 2019/20. Die detaillierte Auswertung des Juni-Reports lesen Sie hier


Globale Getreide- und Ölsaatenbilanz 2020/21:

Produktion   Verbrauch   Enbestände
in Mio. t Juni Juni Juni
Mai  Mai Mai
Weizen 773,4 753,2 316,1
(768,5) (753,5) (310,1)
Mais 1.188,5 1.163,5 337,9
(1.186,9) (1.161,9) 339,6
Soja  362,9 361,7 96,3
(362,8) (360,7) (98,4)
Quelle: USDA

Börsenreaktionen

Unmittelbar nach Veröffentlichung des Marktbericht „Wasde“ für Juni des US-Agrarministeriums USDA am Donnerstagabend rutschten die Weizen-Futures sowohl an der Matif in Paris als auch an der Chicago Board of Trade (CBoT) deutlich ins Minus. Mit einer deutlich höheren Produktionsschätzung für 2020/21 als noch im Mai und wachsenden Endbeständen liefert der Report den Bären wenig Futter. An der Matif verzeichnete der September-Future ein Minus von 2,5 €/t auf 182,5 €/. In Chicago gaben die Weizen-Futures ebenfalls deutlich nach aufgrund der Erwartungen an eine schwere Weizenbilanz. Da die Sojabilanz 2020/21 im Juni-Wasde genauso komfortabel bleibt wie im Mai-Report, lassen die Sojabohnennotierungen an der CBoT am Abend der Veröffentlichung der Zahlen ebenfalls Federn. An der Matif in Paris verliert der Fronmonat August 2,75 €/t auf 375,5 €/. Einzig der Maismarkt in Chicago hält sich im Plus.



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