Welthandel

Rindfleisch gefragt wie nie

Am internationalen Markt wächst die Nachfrage nach allen Fleischarten. Besonders stark profitieren die Exportländer für Rindfleisch.

Der globale Fleischhandel soll 2018 kräftig zulegen. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) erwartet einen Anstieg der Rindfleischexporte im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 10,5 Mio. t. Am meisten gewinnen die großen Exportländer Brasilien und USA. Die Ausfuhren von Hähnchenfleisch, das international am umfangreichsten gehandelt wird, legen nach der USDA-Schätzung um etwa zwei Prozent auf 11,3 Mio. t zu. Hier liegen ebenfalls Brasilien und die USA vorne. Aber auch die EU spielt mit Hähnchenfleischexporten von 1,3 Mio. t vorne mit. An der Spitze stehen die Europäer bei Schweinefleisch. Global könnten die Exporte in diesem Jahr im Vergleich zu 2017 um knapp ein Prozent auf 8,3 Mio. t Schweinefleisch wachsen. Die EU wird davon nach USDA-Einschätzung 2,9 Mio. t beisteuern. Das wäre allerdings weniger als im Vorjahr, weil der wichtige Absatz nach China stark nachgelassen hat.

 


Quelle: az

Im mehrjährigen Trend steigen die Exporte aller drei Fleischarten. Über einen Zeitraum von zehn Jahren beträgt der Anstieg jeweils deutlich mehr als ein Drittel (siehe Grafik). Hähnchenfleisch profitiert am meisten. Es ist vergleichsweise preiswert und gilt zudem in westlichen Ländern als gesund. Rindfleisch verdankt seinen Aufstieg der steigenden Nachfrage in Südamerika, Asien und im arabischen Raum. Bei Schweinefleisch war über Jahre China der Treiber des Welthandels, weil dort zeitweise die Erzeugung nicht mehr mit der riesigen Nachfrage Schritt halten konnte.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats