Der Rückgang des GlobalDairyTrade-Index um 5 Prozent bei der jüngsten Auktion hat die Marktbeobachter überrascht. Experten sehen den Grund in der zunehmenden Nervosität der Marktteilnehmer.

"Es ist schwierig, den Grund für den Rückgang der Milchpreise einem einzigen Aspekt zuzuordnen. Doch die zunehmende Nervosität über die Auswirkungen von Handelskriegen auf die globalen Wachstumsaussichten dürfte eine Rolle gespielt haben", sagte Anne Boniface, Analystin bei der Westpac-Bank, laut Dow Jones News. Es habe aber einige Volatilität bei den Auktionspreisen gegeben, daher sei die Bewegung der vergangenen Nacht mit Vorsicht zu genießen. Das meldete das Nachrichtenportal aiz.info.

Die Bank of New Zealand indes sprach von einem "hässlichen Ergebnis". Die Benchmark liege 9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Preise stehen den Analysten zufolge wahrscheinlich unter Druck, weil mehr Milch aus Neuseeland erwartet werde, die EU ihre Magermilchpulver-Vorräte verkaufe und Indien wieder in den Weltmarkt eingetreten sei, um ebenfalls Lagerbestände zu veräußern. Auf der anderen Seite dürften Wachstumssorgen in China und ein schwächerer Yuan die Nachfrage gedämpft haben.

Doch der Rückgang der Vollmilchpulverpreise um 7,3 Prozent ist nach Ansicht der Bank nicht so schlimm, wie er auf den ersten Blick aussieht. Denn diese Preise fielen häufig im Juni und Juli. Es sei auch zu beachten, dass eine Dürre in Irland die Milchproduktion einschränke, ebenso in Argentinien. Hinzu komme, dass die US-Milchproduktion schleppend verlaufe. Dies sind dann wieder bullische Faktoren.

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