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Dr. Angela Werner zum Stabwechsel beim DBV

So manche Personalveränderung geht mit einem ordentlichen Brimborium einher - nicht so beim Deutschen Bauernverband. Ziemlich geräuschlos, zumindest nach außen, und offenbar reibungslos hat der neue Generalsekretär Bernhard Krüsken seine Arbeit in dieser Woche aufgenommen. Für Krüsken heißt es erst einmal den DBV von innen kennenzulernen, Sitzungstage und viele Gespräche bildeten daher den Auftakt.

Krüsken gibt Vollgas. So schaute er auch nur kurz beim Ausklang des DBV-Perspektivforums in Berlin vorbei, um wenigsten mal "Hallo" zu sagen. Sich in den DBV einarbeiten, das ist schon eine „steile Lernkurve" wie er selbst am Dienstag am Rande des Forums gesteht. Aber er ist erfahren in der Verbandslandschaft. Acht Jahre war er Sprecher der Geschäftsführung des Deutschen Verbandes Tiernahrung (DVT), er weiß, was Verbandsarbeit bedeutet. Aber dennoch: Jeder Verband tickt anders. Mit Krüsken beginnt jedenfalls eine neue Ära im DBV.

Die Fußstapfen, in die er tritt, sind groß. Helmut Born hat den DBV seit mehr als 35 Jahren geprägt und wird die Entwicklungen im DBV sicher auch als „freier Mitarbeiter", wie er selber sagt, weiterhin hinter den Kulissen begleiten, "wenn mein Nachfolger mich ruft". Born hat sich als sachlich streitbarer, aber auch sehr energischer Kämpfer für die Anliegen der Landwirte auf politischer Ebene erwiesen. Krüsken dagegen wirkt ruhig, ein besonnener Analytiker, der im DVT konstruktiv wirkte. Die Branche zollt ihm dafür Anerkennung. Nun steht er auf großer Bühne im Rampenlicht und muss ein sehr breites Themenspektrum auf dem politischen Parkett bespielen.

Sicher ist: Krüsken bringt als ausgewiesener Experte für den Tierbereich neue Akzente in den Bauernverband mit hinein und verstärkt den Verband bei dem zurzeit gesellschaftlich sehr heiß diskutierten Thema Tierwohl und Nutztierhaltung. Und das ist auch gut so. Denn frischer Wind von Zeit zu Zeit tut bekanntlich gut - auch dem DBV.

Neuer Wind heißt aber auch Veränderung, die über die bloße Personalie hinausgeht. Der neue Generalsekretär zeigt Veränderungswillen: "Na klar, habe ich neue Ideen." Wie sie aussehen werden, darüber will der Neue noch nicht reden. Wir sind gespannt - Doch zunächst einmal toi, toi, toi , Herr Krüsken!
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