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Dr. Angela Werner zur Umfrage nach den Chancen für Clearfield-Raps

Die Redaktion der agrarzeitung war auch in dieser Woche wieder einmal sehr überrascht, welchen meinungsbildenden Charakter die Frage der Woche auf az-online genießt. Natürlich freuen wir uns stets über sehr rege Beteiligung. Bei der Frage rund um den Einsatz von Clearfield-Raps fällt jedoch das eindeutige Votum auf, dass Clearfield-Raps sich für spezielle Anwendungsgebiete gut eigne. Und das, obwohl auch in diesem Jahr eine recht kontroverse Debatte über den Sinn und Wert dieser auf natürliche Weise Herbizid-toleranten Rapssorte geführt wird.

Ein Schelm ist, wer Böses dabei denkt: Ob da wohl jemand nachgeholfen hat?
Bei genauerer Betrachtung wird schnell klar - das kann nicht anders sein.
Zieht man ein Gutteil der Klicks ab, hinter denen sich vermutlich industrienahe Befürworter verbergen, so ist das Votum nicht mehr ganz so eindeutig und es ergibt sich ein anderes Bild. Zumindest bröckelt die auf den ersten Blick schier überwältigende Mehrheit pro Clearfield-Raps und die Meinung der Skeptiker bekommt mehr Gewicht.

Nur allzu verständlich ist, dass bei so kontroversen Ansichten innerhalb der Agrarbranche alle Marketing-Hebel seitens der Anbieter gezogen werden, auch die des „Guerilla-Marketings" über Umfragen. Letztendlich entscheidet aber der Landwirt, ob sich für ihn der Anbau der Kultur rechnet und sinnvoll ist - Umfrage hin oder her. Da bringt es wenig, den Mausfinger zu strapazieren.
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