Niedersachsen

Getreideanbaufläche gewachsen


Die Getreideanbaufläche in Niedersachsen ist in diesem Jahr um 6,2 Prozent erweitert worden. Die Fläche beläuft sich jetzt auf 860 000 ha, meldet heute das Landesamt für Statistik Niedersachsen. Getreide stellt damit weiterhin die mit Abstand wichtigste Anbaufrucht Niedersachsens dar. 


Stabil blieb die Anbaufläche für Silomais, die zweitstärkste Frucht. Und auch die Kartoffelfläche hielt ihr Niveau. Zuckerrüben wurden hingegen auf 12,9 Prozent weniger Hektar angebaut und Raps verringerte sich um 4,9 Prozent. Das Amt hat knapp 1000 Probeschnitte und 85 Volldruschfeldern für Getreide sowie 69 Volldruschfeldern für Raps ausgewertet.


Für das Getreide wird trotz der Frühjahrstrockenheit eine sehr gute Ernte von 6,9 Mio. t erwartet. Zwar werden die Erträge um etwa 1,7 Prozent niedriger ausfallen als im Rekordjahr 2014, jedoch liegen die Ertragserwartungen um 9 Prozent über dem 6-jährigen Mittel der Jahre 2009 bis 2014. Sehr hohe Erträge wurden bei Wintergerste eingefahren. Auch der Winterweizen, dessen Ernte noch nicht abgeschlossen ist, wird nach derzeitigem Stand mit 88 dt/ha einen guten Ertrag bringen. 


Höhere Erntemengen kommen durch die neuen Regelungen der Europäischen Union zur Anbaudiversifizierung insbesondere bei den Sommergetreidearten zusammen. So wuchs die Erntemenge bei Sommergerste im Jahr 2015 um 22 Prozent. Ein Großteil davon ist auf die Ausweitung der Anbaufläche um fast 10 000 ha zurückzuführen, ein Effekt, der sonst nur in Jahren nach strengen Wintern zu beobachten ist, wenn durch Frost geschädigte Flächen neu bestellt werden müssen.


Weniger zufriedenstellend ist in diesem Jahr die Ernte von Winterraps. Der Flächenrückgang sowie die geringeren Erträge, die im Landesdurchschnitt um 3,6 Prozent unter dem 6-jährigen Mittel von 40 dt/ha liegen, führen insgesamt zu einer um 13,3 Prozent geringeren Erntemenge im Vergleich zum Vorjahr.


Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistikamtes wurde die Ackerfläche 2015 insgesamt um 2,1 Prozent ausgeweitet. Die Grünlandfläche nahm im Gegenzug um 3,2 Prozent ab. Das niedersächsische Ackerland hat so 2015 eine Fläche von 1,93 Mio. ha erreicht. (kbo)
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