Ernte 2015

Mehr Futterweizen von den Höhenlagen


Den Fallzahlen im Weizen hat der Regen im Hunsrück zum Ende der Ernte nicht sehr geschadet. Auch die Hektolitergewichte konnten sich noch sehen lassen. Dennoch wurde hier mehr Futterweizen als erwartet eingefahren. Die Eiweißwerte liegen häufig unter elf Prozent und somit ist dieser Weizen in den Getreidemühlen nicht einzusetzen. Die Ware fließt per Schiff oder LKW als Futterweizen in die Beneluxstaaten. 

Die Ergebnisse bei der Sommergerste in dieser Region werden als zufriedenstellend dargestellt. Mit Erträgen von 5,0 bis 6,0t und einem durchschnittlichen Eiweißgehalt von zehn Prozent kann die Ware zu 100 Prozent als Brauware eingestuft werden. Die Winterbraugerste kann durchschnittlich nur weniger als zehn Prozent vorweisen.

In den Höhenlagen des Lipper Landes in Nordrhein- Westfalen haben die Weizenbestände unter dem jüngsten Regen gelitten. Das Hektolitergewicht der letzten zu erntenden Bestände fällt mit 72 bis 74 kg geringer aus als bei den Partien vor den Niederschlägen. Auch bei den Fallzahlen wurden deutlich geringe Werte gemessen als bei der Haupternte. Die Erträge des letzten Erntegutes lagen mit 8,0 bis 9,0 t /ha zehn Prozent unter den guten Werten des Vorjahres. Die Eiweißwerte fielen bereits vor den Regenfällen niedriger aus als in anderen Jahr. (dg) 
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