Bayern

Braugerstenernte fällt durchschnittlich aus

Andreas Fitschen/LWK Niedersachsen

Die bayerischen Landwirte erwarten eine zufriedenstellende Braugerstenernte. Die Anbaufläche bei Sommergerste wurde um etwa 7.000 ha auf knapp 105.000 ha ausgedehnt.

Etwa 100.000 ha sind gezielt als Braugerste gesät worden. Die größten Zuwächse gab es dabei in Ober- und Unterfranken. Dies, so meint Dr. Markus Herz von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), sei eine Folge der positiven Preisentwicklung der jüngsten Zeit gewesen. Anlässlich der 63. unterfränkischen Braugerstenrundfahrt schätze er den durchschnittlichen Ertrag auf 52 dt/ha. „Das ist deutlich besser als wir erwartet haben“. Das langjährige Mittel liegt um 55 dt/ha.  Der Erntebeginn ist 10 bis 14 Tage früher als üblich. Herz vermutet witterungsbedingt etwas höhere Eiweißgehalte als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Auf Nachfrage bezifferte er einen mittleren Rohproteingehalt von 10,5 Prozent. Vor diesem Hintergrund dürften im Freistaat etwa 360.000 bis maximal 390.000 t Qualitätsbraugerste aus der eigenen Ernte zur Verfügung stehen. Ein breiteres Sortenspektrum führe in diesem Erntejahr zu Herausforderungen bei der Erfassung, gab der Pflanzenbaufachmann zu bedenken.

Auch speziell im Regierungsbezirk Unterfranken konnte Dr. Herbert Siedler vom Landwirtschaftsamt Würzburg von einer vergleichsweise günstigen Entwicklung berichten. Die Anbaufläche sei um 14 Prozent auf nunmehr 18.800 ha  gestiegen. Hinzu kommen noch etwa 3.000 ha Winterbraugerste, die bereits gedroschen sei. Die Erträge liegen im Schnitt bei 65 dt/ha. Der Rohproteingehalt schwankt zwischen 11 und 12 Prozent. Den Sommergerstenertrag schätzt Siedler auf 55 dt/ha. Allerdings könne der Vollgerstenanteil nicht allen Normen entsprechen, so dass Absiebungen vorgenommen werden müssen. An Qualitätsbraugerste in Unterfranken erwartet Siedler 80.000 t. Dies liegt im fünfjährigen Durchschnitt.

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