Ernte 2015

A-Weizen sehr unterschiedlich


Weizen in dieser Region Baden-Württembergs hat in diesem Jahr regional etwas schwächere Proteinwerte vom Feld gebracht. B- Weizen kann im Schnitt 11,5 bis 11,7 Prozent vorweisen. A-Weizen ist aufgrund seiner Schwäche mitunter ins B-Weizensilo gewandert. Mit den Erträgen von 8,0 bis 10,0 t/ha sind die Landwirte zufrieden. Bei der Braugerste hat der Markt mit 6,0 bis 6,5 t/ha schon bessere Jahre erlebt. Die Vollgerste liegt aber bei zufriedenstellenden Werten im 90 Prozent, der Eiweißgehalt bei 10,3 Prozent.

Auch Raps hat nicht die Werte des Vorjahres erreicht. Mit leicht über 4,0 t /ha liegt er natürlich unter den Spitzenwerten von 2014. Der Ölgehalt wird aber wiederum mit 43 bis 44 Prozent als zufriedenstellend bezeichnet.

Richtung Westalp haben die Erträge speziell beim Weizen gelitten. Rund 20 bis 30 Prozent geringere Erträge im Vergleich zum Vorjahr wurden erzielt. Die Böden haben hier unter der Trockenheit gelitten. Die Bestockung war nicht optimal. Zwischen Schwarzwald und Alp kamen dagegen höhere Eiweißwerte als im Vorjahr vom Feld. Beim B- Weizen wurden hier 12,5 bis 13,0 Prozent und beim A-Weizen mindestens 12,5 Prozent gemessen. 

Beim Hafer haben in dieser Region die Erträge mit 4,0 bis 5,0 t/ha gelitten. Das Hektolitergewicht liegt zwischen 46 und 54 kg. Niedrig sind auch die Erträge bei Sommergerste mit 3,0 bis 6,0 t/ha ausgefallen. Der Eiweißwert liegt im gewünschten Bereich. Restflächen mit Getreide in den Höhenlagen sind noch einzufahren. Größere Qualitätsprobleme werden allerdings nicht erwartet. Landwirte halten sich mit dem Verkauf von Getreide zurück. (dg)
stats