Entscheidungen über Exportgeschäfte stehen an. Verkäufer am Kassamarkt warten ab.

Von seiner freundlichen Seite zeigen sich die Mahlweizenkurse an der Matif an diesem Mittwochmittag. Mit 2,25 €/t liegt der Fronttermin November im Plus und notiert bei 264,50 €/t.

Der Pariser Rapssaat-Future für den Termin Januar liegt zu dem Zeitpunkt bei 480,50 €/t und ist damit 75 cts teurer als am Vortag. Raps zum November-Termin, der heute das letzte Mal gehandelt wird, notiert bei 475 €/t zwar deutlicher mit 3 €/t im Plus. Dieses Plus kommt jedoch durch technische Effekte zustande, da Marktteilnehmer vor Auslaufen des Kontraktes noch ihre Kaufs- bzw. Verkaufspositionen glattziehen müssen.

Am deutschen Kassamarkt berichten Händler im Norden und Osten von ruhigen Geschäften. Die Mühlen sind zwar weiterhin mit Anfragen am Markt, da ihnen aber das Mehlgeschäft fehlt, halten sich die Abschlüsse in Grenzen. Verkäufer halten sich derzeit zurück, da sie weiter an feste Preise glauben. B-Weizen, franko Hamburg, Basis November liegt bei 272 €/t (Brief) zu 270 bis 271 €/t (Geld).

Auch in Ostdeutschland gestaltet sich der Kassamarkt für schnell verfügbare Ware seit Wochenbeginn schwierig. Landwirte sehen derzeit kaum Veranlassung, Weizen zu Kursen von 268 €/t ab ostdeutscher Station zu verkaufen. „Die Ware liegt im Lager und ist für die Vermarktung im neuen Jahr vorgesehen“, erklärt ein Händler. Er zeigt zum Teil Verständnis für die verhaltene Abgabebereitschaft. "Landwirte beobachten die Entwicklungen der Ernten in Südamerika und Australien sehr genau.“ Die Aussichten auf weiter steigende Preise für Weizen zum Jahreswechsel stünden gut, so dass kein dringender Verkaufsdruck bestehe.

Rege Nachfrage für Futtergetreide läuft weiter auf den Wasserwegen Richtung Holland Großfahrwasser. Gerste, cif Holland, Termin Dezember, wird mit 250 €/t bewertet, Mais mit 257 €/t.

Auf der internationalen Bühne suchen Tunesien und Ägypten Weizen in einem Tenderverfahren. Der ägyptische Tender wird heute im Laufe des Tages entschieden. Ägypten sucht unter anderem Nordamerika (USA, Kanada), die Schwarzmeer-Region und Nordeuropa (Frankreich, Deutschland) als Herkünfte. (pio/da)
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