Algerien braucht weniger Importweizen


Die Einfuhren sind 2012 deutlich gesunken. Lokale Medien führen dies auf eine steigende Weizenernte im Inland zurück.

Im vergangenen Jahr hat Algerien 6,2 Mio. t Weizen importiert, 1,2 Mio. t weniger als 2011. Das sei auf eine höhere Produktion im Inland zurückzuführen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg heute unter Berufung auf Berichte in algerischen Medien sowie die offizielle Zollstatistik.

Die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO hatte die algerische Weizenernte 2012 im Spätsommer bereits mit 3,5 Mio. t veranschlagt, das entspräche einem Anstieg von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aktuelle Medienberichte aus dem Land selbst gehen laut Bloomberg nun bereits von 4 Mio. t aus.

Importiert Algerien künftig weniger Weizen, hat das auch Konsequenzen für den Getreidemarkt in der EU, traditionell ein wichtiger Lieferant für das nordafrikanische Land. Vor allem Frankreich führt Weizen nach Algerien aus. (pio)
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