Regenreicher Juli
Mit Beginn der Wintergerstenernte setzten Ende Juni/Anfang Juli wechselhafte Witterungsverhältnisse mit verbreitet hohen Niederschlagsmengen ein. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war der Juli 2017 sogar einer der zehn niederschlagsreichsten Julimonate seit Messbeginn 1881. So erreichte der Juli mit bundesweit rund 130 Litern Regen pro Quadratmeter 163 Prozent seines Durchschnittswertes von 78 Litern Niederschlag pro Quadratmeter. Das Monatsende war zudem insbesondere in Niedersachsen und Thüringen von ergiebigem Dauerregen geprägt. Die Befahrbarkeit vieler Flächen ist infolge der reichlichen Niederschläge nun stark eingeschränkt. (da)
Zwar sind in den meisten Regionen Deutschlands die im Anbau bedeutenden Winterweizen- und Winterrapsflächen erntereif, jedoch zwingen die wiederkehrenden Niederschläge immer wieder zu Ernteunterbrechungen. Die Wintergerste ist nun gedroschen. Auf Grundlage der Ertragsmeldungen der Landesbauernverbände geht der Deutsche Bauernverband (DBV) in seinem zweiten Erntebericht von einem deutschlandweiten Durchschnittsertrag von knapp 7,2 t/ha aus. Der Wintergestenertrag liegt mit rund 7,1 t/ha im Mittel der zurückliegenden fünf Jahre.

Die Ernte von Winterweizen in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein kommt nicht voran. Insofern sind derzeit noch keine fundierten Aussagen über die Winterweizenernte möglich. Viele Landwirte sind in Sorge um Ertrags- und Qualitätsverluste. So ist zu befürchten, dass die Fallzahlen zur Bestimmung der Backqualität aufgrund des zunehmenden Auswuchses absinken. Darüber hinaus sind die Getreidefelder örtlich ins Lager gegangen. Diese trocknen nach den Regenfällen nur langsam ab und der mit der Ernte verbundene Aufwand für den Landwirt steigt. Unter Umständen ist eine zusätzliche Trocknung des Getreides erforderlich. Auch die Roggenbestände leiden unter den aktuellen Ernteverzögerungen.

Reifer Raps steht noch auf den Feldern.
-- , Foto: da
Reifer Raps steht noch auf den Feldern.

Rapserträge unterdurchschnittlich

Widrige Erntebedingungen lassen einen bisher nur mäßigen Erntefortschritt bei Raps zu. Die bisher gemeldeten Erträge lassen jedoch darauf schließen, dass der Durchschnittsertrag der Jahre 2012 bis 2016 in Höhe von 3,9 t/ha in diesem Jahr nicht erreicht werden wird. (da)

stats