Argentinischer Weizen hat gelitten


Widrige Witterungsverhältnisse schmälern Ertragsaussichten und schaden der Qualität. Die Exportmengen schrumpfen.

Nässe und Probleme mit Pilzkrankheiten in der Wachstumsphase, sowie Überschwemmungen und widrige Witterungsbedingungen während der Ernte haben die Ertragsaussichten in Argentinien kräftig gestutzt. Das Agrarministerium in Buenos Aires erwartet nur noch eine Weizenernte von 10,5 Mio. t, an den argentinischen Getreidebörsen werden teilweise schon 1 Mio. t niedrigere Zahlen prognostiziert.

Die Weizenernte ist inzwischen zwar zum größten Teil abgeschlossen, doch die Qualitäten lassen aufgrund der Nässe zu wünschen übrig. Die Exportmöglichkeiten Argentiniens sind beschränkt. Im Vorjahr hatte das südamerikanische Land noch eine Weizenernte von 15,5 Mio. t eingefahren und aufgrund von großen Eingangsbeständen knapp 13 Mio. t exportieren können. In diesem Jahr werden die Weizenexporte Argentiniens möglicherweise auf 4 Mio. t oder sogar darunter fallen.

Exporteure sehen die argentinische Weizenernte sogar überverkauft und rechnen mit Zukaufbedarf aus anderen Ländern, um die Exportverpflichtungen erfüllen zu können. Die globale Weizenbilanz wird durch Argentinien voraussichtlich eher be- als entlastet. (St)
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